Was ist ein AC
Gerade große Konzerne führen Assessment Center durch | Foto: Thinstock/Jirsak

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17. Feb 2016

Melanie Gralke

Assessment Center

Was ist ein AC?

Das beliebte Recruiting-Verfahren im Schnell-Check

Das Ziel eines Assesment Centers

Immer mehr Firmen suchen ihre Mitarbeiter durch Assessment Center (AC) aus. "Ziel eines AC ist nicht nur, dass das jeweilige Unternehmen einen Eindruck vom Kandidaten bekommt", meint Rüdiger Hossiep, Wirtschaftspsychologe an der Ruhr-Universität Bochum. "Vielmehr soll im Gegenzug auch der Kandidat eine Vorstellung vom Unternehmen erhalten."

Assessment Center (von engl. to assess – beurteilen) sind ein- oder meist mehrtägige Veranstaltungen, in denen sich die Kandidaten für den Job, allein oder in Gruppen, verschiedenen Prüfungen unterziehen. Dabei werden die Bewerber von Personalern und Psychologen beobachtet und beurteilt. Es geht vor allem darum, die Soft Skills der Bewerber zu beurteilen.

Im Vorfeld Kompetenzen klären

"Meist beginnt ein Assessment Center mit einer Vorstellungsrunde", erklärt Albrecht Hadding, Diplom-Psychologe aus Köln. "In diesem Zusammenhang werden auch der Zweck des ACs und der einzelnen Übungen erläutert."

Dann geht es an die Durchführung der Übungen. "Am Ende eines Assessment Centers werden alle Ergebnisse der Teilnehmer in der sogenannten Beobachterkonferenz zusammengefasst", weiß Hadding. In einem abschließenden Feedbackgespräch wird nicht nur die Entscheidung mitgeteilt. "Die Bewerber sollten auch einen Überblick über ihre Stärken und Schwächen erhalten", meint der Psychologe.

Zur Vorbereitung auf ein Assessment Center ist es wichtig, sich im Vorfeld die eigenen Kompetenzen klar zu machen. "Außerdem sollte man ausgeschlafen erscheinen und seinen Lebenslauf im Kopf haben", sagt Hadding. Wichtig ist auch ein gutes Zeitmanagement. Meist bleibt eine Vorbereitungszeit für die Übungen. "Diese sollte man unbedingt gut nutzen, um so organisiert in die Übungen hineinzugehen", empfiehlt Hadding.

Ob ein Assessment Center fair durchgeführt wird, merkt man meist schon zu Beginn. "Es kommt immer darauf an, wie transparent ein Unternehmen seine Anforderungen macht", weiß Hossiep.

Letztlich braucht niemand Angst vor einem Assessment Center zu haben, wenn er weiß was auf ihn zukommt. Und es gilt: Im Laufe des AC kann der Bewerber sich selbst einen Eindruck vom Unternehmen verschaffen. So merkt er schnell, ob er bei diesem Unternehmen gut aufgehoben ist.
 


Tipps vom AC-Experten Rüdiger Hossiep:

  • Authentisch sein: Es macht keinen Sinn, eine Rolle zu spielen.
  • Ruhig an mehreren AC teilnehmen. Am besten dort anfangen, wo man am Ende nicht hin will.
  • Nur aktiv kann man überzeugen. Professionelles Abwarten ist nicht angesagt.
  • Nur wer den Job will, kann im AC bestehen. Das merkt man den Kandidaten an.
     

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