Praktikum in Indien

Blick auf das Taj Mahal in Indien

Indien – Knotenpunkt zwischen Globalisierung, Outsourcing und interessanten Praktika

Indien galt einst als wirtschaftlich restriktivster Staat der Welt und nimmt heute eine Vor­macht­stellung innerhalb der Informationstechnologie und als internationaler Dienstleister im globalen Wirtschaftsnetz ein.

Die größten IT-Unternehmen haben Ihren Sitz in Indien und aufgrund von erstklassig aus­gebildeten Fachkräften, der gut funktionierenden Infrastruktur, wirtschaftsfreundlichen und stabilen Rahmenbedingungen sowie jahrelanger Erfahrungswerte ist das Land ein idealer Standort für Outsourcing geworden. Dadurch bietet ein Aufenthalt in Indien deutschen Studierenden die einzigartige Möglichkeit, Globalisierung und Outsourcing hautnah zu erleben.

Nicht nur ein Vollzeitstudium an einer renommierten Universität, sondern auch die Vielzahl an lehrreichen und zukunftsorientierten Praktika lockt viele Studierende aus dem Ausland, vor allem aus den Bereichen der Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsinformatik, die so nützliche Arbeitserfahrungen sammeln und ihren Horizont interkulturell erweitern können.

Voraussetzungen eines Praktikums in Indien

Studierende, die bereits mehrere Hochschulsemester absolviert haben und sich für ein Praktikum bei einem in Indien ansässigen Unternehmen interessieren, können am ehesten mit einem interessanten und aussagefähigen Profil überzeugen. Hierzu sollten Studien- und Vertiefungsschwerpunkte im wirtschaftlichen und technologischen Bereich im Lebenslauf und Motivationsschreiben erkennbar hervorgehoben und erläutert werden. Gute bis sehr gute Studienleistungen, Erfahrungen aus Praktika im In- und Ausland, Engagement in diversen Bereichen in- und außerhalb der Hochschullandschaft sowie die Bereitschaft, sich permanent weiterzubilden – z.B. durch die Teilnahme an Sommeruniversitäten oder anderen Weiter- und Fortbildungseinheiten – sollten erwähnt und durch Zertifikate oder Teilnahmebescheinigungen nachgewiesen werden.

Desweiteren ist für eine erfolgreiche Bewerbung der Nachweis von guten Englischkennt­nissen erforderlich, welcher über Auslandssemester sowie ggf. Zertifikate oder adäquate Test erfolgt.

Wenn das Unternehmen, nach der Durchsicht der Bewerbungsunterlagen und einem möglichen Online- bzw. Telefoninterview, Interesse an einem Arbeitsverhältnis zeigt und der Studierende etwas später den Arbeitsvertrag in Händen hält,  wird es Zeit für die nächste Planungsphase, die Beantragung eines Visums.

Dies und die oben geschriebenen Tätigkeiten sollten in die generell 4-6 monatige Vorlaufzeit (zwischen verbindlicher Bewerbung und Beginn des Praktikums in Indien) der Planung fallen. Je nach Art des Visums ist dieses unterschiedlich lang gültig und kann ggf. vor Ort – im Foreigners’ Regional Registration Office (FRRO) – verlängert werden. Es ist zu empfehlen, ein anlassbezogenes Visum zu beantragen. Studierende benötigen ein Arbeitsvisum,das für 6 Monate 145 € kostet und bei der indischen Botschaft beantragt wird. Eine Praktikumsbestätigung oder ein Arbeitsvertrag muss dafür vorgelegt werden. Außerdem muss eine Auslandsversicherung, welche je nach Anbieter zwischen 35 € und 45 € kostet, beantragt werden. Je nach regionaler Lage des Praktikumsortes müssen vorab bestimmte Impfungen durchgeführt werden.

Die Flugkosten hängen von der Jahreszeit und vom Buchungstermin ab. In der Regel ist es deutlich günstiger, sehr zeitig zu buchen. Flüge in der Weihnachtszeit sollten jedoch vermieden werden. Über gängige Flugbuchungsanbieter im Internet kann der Flugpreis berechnet werden. Wenn zwei Monate vor der Antritt der Reise gebucht wird, beträgt der durchschnittliche Preis für den Hin- und Rückflug ca. 500 €.

Für die Einreise ist ein gültiger Reisepass notwendig. Ohne Einreisestempel kann es bei der Ausreise zu erheblichen Schwierigkeiten kommen.

Praktikumssuche konkret

Für die heutige „Generation Global“ sind einzigartige Erfahrungen im Berufsleben der Baustein für eine internationale Karriere. Das Praktikum im oder nach dem Studium gehört für viele Akademikerinnen und Akademiker zum Berufseinstieg dazu. VIBE Internships  macht heutige Studierende mit den Geschäftsprozessen global agierender Unternehmen vertraut, indem es Praktika in führende High-Tech-Unternehmen in Indien vermittelt.

„Studierende sollten selbst vor Ort erfahren, wie Globalisierung heute praktisch funktioniert“, so Prof. Kurbel, Initiator des VIBE Internships Programms und Inhaber des Lehrstuhles ABWL Wirtschafts­informatik an der Europa-Universität Viadrina. VIBE ist die Abkürzung für „Valuable International Business Experience“ und wurde 2009 unter dem Dach der VGU School of Business Informatics von Master-Studierenden der Viadrina gegründet. Dank der Unterstützung von Peter Schumacher von der Value Leadership Group und exklusiven Beziehungen zum Topmanagement von Unternehmen wie Cognizant, Capgemini, Infosys, SAP India Labs, Wipro, Accenture, Siemens, Globals Inc. und Hexaware kann VIBE Praktika auf höchstem Niveau anbieten. Die Unternehmen stellen für VIBE Internships bezahlte Praktikumsplätze in verschiedenen Bereichen wie Marketing, Logistik, Operations, Consulting, Software­entwicklung für einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten bereit.

Wer Praxiserfahrung in einem interkulturellen Umfeld sammeln möchte und sich einen einmaligen Vorsprung auf dem globalen Arbeitsmarkt schaffen will, ist bei VIBE genau richtig. Die kooperierenden Unternehmen in Indien erwarten motivierte Studierende mit hoher Einsatzbereitschaft, im fortgeschrittenen Studium und mit guten Englischkenntnissen. VIBE Internships ermöglicht ein spannendes und herausforderndes Praktikum für engagierte Studierende, die auf eine umfassende Unterstützung beim gesamten Vermittlungsprozess zählen können.

Praktikumsort

Der Praktikumsort richtet sich nach der Niederlassung des Unternehmens. Diese ist häufig in einer der – sich rasend schnell weiterentwickelnden und stetig wachsenden – Metropolen wie Mumbai und Bangalore. Als größte Stadt Indiens ist Mumbai ein gefragter Technologie­standort, dessen Stadtbild teilweise von viktorianischen Gebäuden und einer Vielzahl von Tempeln und Moscheen geprägt ist. Seine günstige Lage an der Westküste und seine Funktion als finanzielles Zentrum ermöglichen Außenhandel und führten in der Vergangen­heit zur Verlagerung internationaler Unternehmen an diesen Standort.

Einen erlebbaren Kontrast zwischen Informationstechnologie und atemberaubenden Sehens­­würdigkeiten sowie Grünflächen bietet Bangalore. Doch auch andere Metropolen wie Pune und Chennai, die ein starkes Wachstum innerhalb der IT-Industrie zu verzeichnen haben, reizen mit exzellenten Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten, modernen Fabriken und Büros gepaart mit interessantem, historischem Kulturerbe.

Praktikumstätigkeiten

Vor allem der IT-Bereich stellt ein großes Einsatzfeld für potenzielle Praktikanten dar. Da Indien weltweit eine dominante Position im IT-Entwicklungs- und IT-Consultingbereich eingenommen hat, ist die Arbeit in internationalen IT-Projekten in Indien eine gute Möglichkeit, den eigenen Erfahrungsschatz zu erweitern und die indische Geschäftswelt kennenzulernen.

Als Business-Analyst können Praktikanten in mehreren Branchen tätig werden: innerhalb der Bank- und Finanzdienstleistung, im Reise-, Transport- und Logistik­geschäft oder im Gesundheits- und Versicherungswesen. Bei einem globalen Anbieter von IT-Lösungen und Outsourcing-Strategien betreut der Praktikant Unter­nehmenskunden in Deutschland und Indien. Er arbeitet dabei als Schnittstelle zwischen Kunden und Technik und stimmt so die gegenseitigen Anforderungen und Wünsche maßgerecht für beide Seiten ab und übersetzt diese in funktionale Spezifikationen.

Aber auch im Bereich Marketing und Vertrieb werden gerne Studierende eingesetzt. In einem globalen Dienstleistungsunternehmen betreuen Praktikanten die Kunden in Indien und Deutschland, mit der Aufgabe die Kundenbasis und die Vertriebsaktivitäten weiter aus­zubauen. Studierende arbeiten unterstützend bei der Erstellung von Designs mit, nehmen Zielgruppenanalysen vor und evaluieren Projekte.

Generell können Studierende bei einem Praktikum in Indien einzigartige, auf ihrem theoretischen Wissen aufbauende praktische Erfahrungen sammeln, die aus der Arbeit an einem echten Projekt in einem interkulturellen Team resultieren.

Praktikumsvergütung und generelle Kosten

Indische Unternehmen zahlen Praktikanten im Vergleich zu Europa niedrigere Vergütungen.

In der Regel bieten viele indische Unternehmen unbezahlte Praktika an.

Die Firmen, mit denen VIBE Internships kooperiert, zahlen den Praktikanten jedoch stets ein Gehalt, damit diese ihren Lebensunterhalt abdecken können. Deutsche Praktikanten erhalten häufig eine Vergütung, die in der Regel zwischen 300 €  und 600 €, im Einzelfall sogar 1000 € betragen kann. Im Vergleich dazu erhalten indische Praktikanten durchschnittlich nur zwischen 100 € und 200 €. In den meisten Fällen wird zudem auch eine Unterkunft von den Unternehmen bereitgestellt.

Die Lebenshaltungskosten hängen nicht nur vom Anspruchsniveau, sondern auch vom Standort ab. Sie sind deutlich niedriger als in Deutschland. 150 € im Monat reichen in der Regel für den Lebensunterhalt. Mumbai ist im Vergleich zum Rest des Landes teurer, bietet aber auch die meisten Möglichkeiten.

Praktikumsunterkunft

Indien gilt an sich als ein relativ ungefährliches Land für Touristen bzw. Ausländer allgemein. Alle Unterkünfte, die aus der Kooperation von VIBE Internships zu den Unternehmens­partnern entspringen, befinden sich in sicheren Gegenden und in der Nähe des Arbeits­platzes. Unsere Kooperationspartner achten gesondert auf das Wohlbefinden und die Sicherheit von Praktikantinnen, z.B. stellen sie einen Dienstwagen, wenn sich eine Mitarbeiterin erst zur späten Stunde nach Hause begibt.

 

 

Praktikum im Ausland finden

 

 

Praktikum in Indien Zurück zur Übersicht Praktikum in Spanien