Naturwissenschaftliche Berufe
Meist führt der Weg ins Labor. | Foto: Thinkstock/Ryan Mcvay
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07. Mär 2013

Svenja Friedrichs

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Naturwissenschaftliche Berufe

-ARCHIV-

Physiker à la The Big Bang Theory, Chemieexperimente wie in Breaking Bad oder durch Biologie Verbrechen aufklären wie Bones es in ihrer gleichnamigen Serie vormacht

Neben dem mittlerweile nicht mehr ganz so einsamen Dasein eines immerwissenden Naturphänomenexpertens haben Biologen, Chemiker und Physiker auch das Bachelorstudium in seiner anspruchsvollen Intensität gemeinsam. Ein naturwissenschaftliches Bachelor-Studium dauert in der Regel 6 Semester, es ist jedoch, wie so oft, auch hier von Vorteil einen Master anzuschließen. Die Physik- und Chemie-Studiengänge sind größtenteils nicht zulassungsbeschränkt. Biologie scheint da schon gefragter zu sein, hier liegt der NC bei den unterschiedlichen Unis zwischen 1,4 und 2,7. Der Numerus-Clausus-Spitzenreiter ist natürlich die Elite-Uni RWTH Aachen, hier kann selbst Physik erst mit einem NC von 1,1 studiert werden. Ein Nerd bleibt eben ein Nerd.

Naturwissenschaftliche Berufe in der Biologie

Die Wissenschaft vom Leben und vom Tod. Das Studium: Das Grundstudium gliedert sich in die vier großen Teilgebiete Botanik, Zoologie, Anthropologie und Mikrobiologie und kann mit speziellen Teildisziplinen aufgepeppt werden. Eine richtige Spezialisierung ist allerdings erst im Master möglich oder aber man entscheidet sich direkt für einen interdisziplinären Studiengang. Wer Biologie studieren will sollte wissen, dass unter anderem auch Chemie und Mathe ein wichtiger Vorlesungsteil ist. Biologen sind also die Allrounder der Naturwissenschaften.

Und dann? Viele Biologen gehen in die Forschung, entweder an Unis oder in privaten Forschungseinrichtungen. Wer sich aber von der klassischen Biologie entfernen möchte kann auch Clinical Study Manager werden. Projekte in der Arzneimittelforschung planen, organisieren und durchführen sind Hauptbestandteile dieses Berufs. Wer eher praktisch orientiert ist, dem kann der Beruf des Biologiemodellmachers gefallen. Die Hauptaufgabe ist es maßstabsgetreue Modelle von menschlichen Organen oder Skeletten und Krankenpflegepuppen herzustellen. Und wem das alles zu langweilig ist, der wird einfach Patentanwalt.

Berufsmöglichkeiten in der Naturwissenschaft Chemie

Die Naturwissenschaft, die sich mit dem Aufbau, der Zusammensetzung, den Eigenschaften und der Umwandlung von Stoffen auseinandersetzt und ausnahmslos jeden Alltag unbemerkt beherrscht. Das Studium: Schwerpunkte des Studiums sind die anorganische, organische, physikalische, theoretische, analytische und makromolekulare Chemie. Anspruchsvolle, trockene Theorie, unterbrochen von Laboraufenthalten mit meist eintönigen Versuchsreihen, regiert das Leben eines Chemiestudenten.

Und dann? Hat der angehende Chemiker jedoch sein Studium erst einmal geschafft, liegen viele unterschiedliche Berufsmöglichkeiten vor ihm. Wie wäre es zum Beispiel mit European Adhesive Engineer? Auch bekannt (oder unbekannt) unter Klebstofffachingenieur. Bei dieser Arbeit werden Klebeprozesse und -verbindungen aller Art entwickelt und erprobt. Eine weitere interessante Möglichkeit ist der Kriminaltechniker. CSI Miami macht es vor. Auch wenn die chemische Untersuchung von Beweisen meist weniger spektakulär abläuft, kann auch der Kriminaltechniker mal live am Tatort eingesetzt werden. Zu guter Letzt ist aber auch nach diesem Studium der Patentanwalt eine mögliche berufliche Alternative.

Berufsfelder für Physiker

Professor und TV-Wissenschaftler von "Alpha Centauri" Harald Lesch nennt sie in einem Interview mit Welt der Physik "die Advokaten der Natur" und "generell einsetzbar". Das Studium: Physikstudenten lernen in ihrem Studium Naturphänomene durch Beobachtung zu erfassen und mit mathematischen Modellen und Theorien zu beschreiben. Dafür belegen sie Fächer aus einer Mischung von theoretischer Physik und Experimentalphysik, reichend von der Atomphysik über die Thermodynamik bis hin zur Quantenphysik. Am Studieninhalt angepasst ist auch der Anteil des Selbststudiums, in Form von Projekten und Hausarbeiten, nicht gering.

Und dann? Dann könnte man zum Beispiel hinauf ins All, Astrophysiker werden und seinen Tag damit verbringen die Entwicklung und Eigenschaft von Himmelskörpern zu erforschen. Oder aber man wird Kybernetiker und befassen sich mit der Steuerung, Regelung und Informationen in Maschinen, für Laien, man macht Robotik zum persönlichen Spezialgebiet. Und ansonsten stehen auch hier immer die Türen zum Beruf des Patentanwalts auf.

Weitere Infos unter:

Und der Patentanwalt?

Da wirft sich nun natürlich die Frage auf, sind jetzt alle Naturwissenschaftler Patentanwälte? Und alle Patentanwälte eigentlich nur Nerds in Anzug? Nicht ganz, aber da Patentanwälte keine Volljuristen sind, kann jeder Naturwissenschaftler und Techniker mit einer entsprechenden Zusatzausbildung diesem Beruf nachgehen. Sie regeln den Rechtsschutz vom sogenannten Intellectual Property, dem geistigen Eigentum. Egal, ob es Marken, Gegenstände oder Verfahrenstechniken sind, der Herr Anwalt weiß Bescheid was und was nicht, warum und wie lange geschützt werden kann. Unterstützt werden Patentanwälte dabei von Patentanwaltsfachangestellten.  Wer also sowohl Interesse an Naturwissenschaften, als auch Spaß am Streiten und Verklagen hat, dem steht dieser Werdegang nichts mehr im Wege.

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