Probezeit bestehen
In der Probezeit gilt es, seine Kollegen kennenzulernen | Foto: Thinkstock/Wavebreakmedia
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17. Feb 2016

Melanie Gralke

Erster Arbeitstag

Probezeit: 7 Tipps für den Job-Start

Die erste Zeit erfolgreich überstehen

Mit diesen 7 Tipps durch die Probezeit

  • Nicht in Panik geraten, wenn der erste Tag nicht wie erwartet verläuft.
  • Sich nicht über alle Maßen profilieren wollen.
  • Aktiv sein und Bereitschaft zeigen.
  • Gut zuhören und ein Gespür für das neue Umfeld entwickeln.
  • Besserwisserei vermeiden.
  • Den Einstand nicht unter den Tisch fallen lassen.
  • Eventuell ein Logbuch über die Probezeit anlegen.
     

Was in der Probezeit wirklich zählt

"Berufsanfänger scheitern in der Probezeit selten aus fachlichen Gründen", sagt Karriereberaterin Doris Brenner. "Die fachlichen Kenntnisse können im Vorfeld überprüft werden. Probleme gibt es eher, weil der Arbeitgeber feststellt, dass der Bewerber persönlich nicht ins Unternehmen passt."

  • Es gilt, gerade im Bereich der sozialen Kompetenzen Fettnäpfchen zu vermeiden!

Der erste Tag im Unternehmen

"In der Regel überbewerten die Berufsanfänger den ersten Arbeitstag", sagt die Expertin. Für alle anderen findet schließlich nur ganz normaler Büroalltag statt. "Der Bewerber sollte also nicht enttäuscht sein, wenn ihn kein Begrüßungskomitee empfängt und der Chef ihn nicht persönlich begrüßt", weiß Brenner. "In der Anfangszeit empfiehlt es sich, sich mit eigenen Äußerungen zurückzuhalten und vor allem nicht an Lästereien zu beteiligen. Es gilt: Ohren auf, Klappe zu."

  • Am wichtigsten ist es, die ersten Tage zu nutzen, um sich zu orientieren und zu integrieren.

Die Orientierungsphase

Die Karriereberaterin unterteilt die Probezeit in mehrere Abschnitte. In der Orientierungsphase sollte man "Wert darauf legen, sich die Namen der anderen zu merken", erklärt Brenner. "Es wird peinlich, wenn man als Neuanfänger nach einer Woche immer noch nicht weiß, wer mit einem im Großraumbüro arbeitet."

  • In der ersten Woche geht es darum, dass der neue Mitarbeiter die Räumlichkeiten kennenlernt und sich bei seinen direkten Kollegen vorstellt.

Die Integrations- und Lernphase

In der folgenden dreimonatigen Integrations- und Lernphase ist es das Ziel, sich fachlich einzuarbeiten und menschlich in bestehende Strukturen einzufügen. "Das A und O ist es, sich sozial ins Team zu integrieren", weiß die Karriereberaterin. "Gerade Naturwissenschaftler neigen dazu, sich mit Feuereifer in die inhaltlichen Aufgaben zu stürzen. Das ist zwar nicht falsch, doch viele vernachlässigen dabei, die neuen Kollegen kennenzulernen." Daher ist es gut, sich bewusst zu sein, dass es gerade auf die Soft Skills ankommt.

  • Die Entscheidung, ob jemand nach der Probezeit übernommen wird, trifft der Personaler auch danach, welche Rückmeldungen er von den Mitarbeitern über den Neuen bekommt.

Die Stabilitätsphase

Nach etwa drei Monaten beginnt laut Doris Brenner die Stabilitätsphase. "Jetzt ist es angesagt, sich seinen eigenen Aufgabenbereich zu erarbeiten und in diesem fit zu werden", rät die Expertin. Was die Arbeitszeiten betrifft, kann sich der Berufsstarter an den Kollegen orientieren. "Es macht keinen Sinn, bei einer Gleitzeitregelung als einziger um sieben Uhr morgens anzufangen, wenn alle anderen erst um neun kommen", erklärt Brenner. Auch bei der Kleidungswahl sollten zunächst die anderen unter die Lupe genommen werden. Für den ersten Tag gilt: Anziehen, was man beim Bewerbungsgespräch an den anderen gesehen hat.

  • Wer gut vorbereitet in die Probezeit startet und sich loyal und offen gegenüber anderen verhält, hat beste Chancen, auch danach weiter beschäftigt zu werden.

 


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