Bei der Bewerbung für ein Praktikum gibt es einiges zu beachten.
Bei der Bewerbung für ein Praktikum gibt es einiges zu beachten. | Foto: Brooke Cagle/Unsplash.com
Autor

29. Mai 2017

Anna Lenja Hartfiel

Praktikum

So funktioniert die Bewerbung für ein Praktikum!

Darauf solltest du im Anschreiben achten

Jede Erfahrung zählt

Das Anschreiben bei der Praktikumsbewerbung unterscheidet sich zum Teil vom klassischen Anschreiben. Oft fällt das Verfassen eines Bewerbungsanschreibens für ein Praktikum um einiges schwerer, weil noch gar nicht so viel praktische Erfahrung vorhanden ist, über die man schreiben könnte. Aber leider wird genau die in so vielen Praktikumsausschreibungen verlangt!
In dem Anschreiben solltest du dich daher weniger auf deine Erfahrung konzentrieren, sondern eher auf das, was du gerade machst. Was studierst du? Hast du einen Nebenjob, der für deinen Praktikumsgeber interessant sein könnte? Wenn du schon erste berufliche Erfahrungen gesammelt haben solltest, ist das natürlich umso besser! Auch wenn du auf den ersten Blick meinst, dass dein Aushilfsjob in der Uni-Bib oder ein Tutorium, das du geleitet hast, nicht interessant sind – erwähne es ruhig in dem Schreiben. Besonders für Studierende, die gerade ganz am Anfang ihrer Karriere stehen, zählt jede Erfahrung. Im Prinzip gibt es zwei Leitfragen, die du im Anschreiben beantworten solltest: Warum hast du dir dieses Unternehmen für dein Praktikum ausgesucht? Wieso sollte dich das Unternehmen als Praktikanten auswählen? Während du das Anschreiben für deine Bewerbung verfasst, solltest du also immer wieder mal überprüfen, ob dem Leser – also dem Unternehmen, bei dem du dich bewirbst – diese beiden Fragen beantwortet werden.

Einleitung: Stell dich vor

Wie "normale" Bewerbungsanschreiben auch, teilt sich das Anschreiben für eine Praktikumsbewerbung klassischerweise auch in drei Teile: Einleitung, Hauptteil, Schluss. Wer beim Einstieg punkten will, sollte statt einfach nur auf die Standardgrußformel "Sehr geehrte Damen und Herren" zurückzugreifen, den konkreten Ansprechpartner im Unternehmen recherchieren und diesen direkt ansprechen. Meist wird dieser schon in der Ausschreibung genannt. Ansonsten lohnt es sich auch, beim Unternehmen anzurufen und nachzufragen. Danach steigst du am besten in das Anschreiben ein, indem du dich kurz vorstellst und erwähnst, auf welche Stelle du dich bewirbst. Nach der kurzen Vorstellung kannst du näher darauf eingehen, was du aktuell studierst und warum du eine Karriere in der jeweiligen Branche anstrebst.

Hauptteil: Motivation

In diesem Teil des Schreibens hast du die Gelegenheit zu zeigen, dass du dich im Vorfeld über das Unternehmen informiert hast. Gibt es spannende Projekte, die das Unternehmen gerade betreut, an denen du gerne mitarbeiten würdest? Oder stehen in dem Unternehmen gerade irgendwelche Veränderungen an, die ein Praktikum dort für dich besonders spannend machen? Dann raus damit! Diese Infos zeigen dem Praktikumsgeber, dass du dich mit ihrem Unternehmen und der Tätigkeit bereits auseinandergesetzt hast und beweisen Eigeninitiative.

Schlussteil: Zukunftspläne?

In einem kleinen Abschnitt solltest du noch darauf eingehen, was du mit deinem Studienabschluss später anstellen möchtest. Was für eine Tätigkeit stellst du dir für deine Zukunft vor und wir kann dir ein Praktikum in dem jeweiligen Unternehmen dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen? Und wie kannst du wiederum in dem Unternehmen im Rahmen eines Praktikums einen Beitrag leisten? An dieser Stelle bietet es sich an, deine Kenntnisse und Fähigkeiten, die du im Studium, Nebenjobs oder anderen Praktika gesammelt hat, noch mal ins Rampenlicht zu stellen. Zu guter letzt bietet sich eine klassische Schlussformel wie "Ich würde mich freuen, mein Praktikum in Ihrem Unternehmen absolvieren zu dürfen" an. Gefolgt von der Standardgrußformel "Mit freundlichen Grüßen", welche du dann noch mit einer handschriftlichen Unterschrift abrunden solltest.

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