Richtiges Benehmen im Job
Von Tag 1 an den besten Eindruck machen, mit diesen Tipps kein Problem | Foto: Thinkstock/IDProd
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12. Mai 2017

Almut Steinecke

Business-Knigge

Benimm-Knigge für Berufseinsteiger

Was geht? Und was geht nicht?

Pack das Smartphone weg!

Mal eben eine WhatsApp schreiben? Finger weg: "Das Smartphone sollte man am besten erstmal komplett ignorieren. Dazu gehört selbstverständlich nicht nur, keine WhatsApp-Nachrichten zu verschicken oder zu beantworten; ich würde das Smartphone noch nicht mal sichtbar auf den Schreibtisch legen, da dies mangelnde Ernsthaftigkeit dem Job gegenüber signalisiert." 

Lieber erstmal siezen

Wie ist die Anrede im neuen Job? Duzen oder Siezen? Auch hier gilt: "Erst einmal genau hinhören und herausfinden, wie sich die Kollegen untereinander ansprechen und wie die Anrede zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem ist" – und sich diesem Sprech dann bitte anpassen!

Hör erstmal zu

Reden ist Silber, zuhören ist Gold, weiß Vogelsang. "Sowohl in größeren Meetings als auch kleineren Runden gilt: Als Neuling sollte man nicht so viel reden, dafür genau beobachten und aufmerksam zuhören – Fragen stellen ist erlaubt."

Dasselbe gilt fürs Privatleben: "Es ist besser, erst einmal nicht so viel Privates von sich zu verraten; statt dessen sollte man lieber aufpassen, wieviel die anderen von sich erzählen. Wird man etwas Privates gefragt, darf man natürlich antworten."

Bitte korrekt grüßen!

Vor allem Berufseinsteiger, die gerade von der Uni kommen, sollten sich das hinter die Ohren schreiben, so Vogelsang: "'Hallo' ist eher eine Grußformel für die Freizeit – bitte umstellen auf 'Guten Morgen', 'Guten Tag', 'Guten Abend'!

Nicht aus der Flasche trinken

Klingt banal, aber diese Feinheit gilt nicht nur für Berufseinsteiger: "Bei der Arbeit aus einer Flasche zu trinken, egal, ob Wasser, Limo oder Saft drin ist, ist aus Sicht vieler Führungskräfte ein unausgesprochenes No-Go", weiß Vogelsang. Da man nie wissen kann, wie ein Vorgesetzter tickt: Wasser sicherheitshalber immer aus dem Glas genießen!

Sei im Hier und Jetzt!

Frühere Stationen im Leben soll man nicht in ein schlechtes Licht rücken, besagt eine alte Regel. Das gilt aber auch in die andere Richtung, so Vogelsang: "Wenn man aus dem Schwärmen nicht mehr herauskommt, wie toll es an der Uni oder bei der letzten Arbeitsstelle war und was da alles anders gemacht wurde, hinterlässt auch das keinen guten Eindruck!" Also: Im Hier und Jetzt sein und keine Vergleiche zu früher ziehen!

Lerne so viele Kollegen wie möglich kennen!

Berufseinsteiger sollten Netzwerke spinnen – für Hilfestellungen und wichtige Informationen im Job. "Deshalb sollten sie zu Anfang nicht einen bestimmten Kollegen für die Mittagspause bevorzugen", so Vogelsang. 

"Gerade in den ersten Tagen ist man gefordert, proaktiv auf die neuen Menschen um sich herum zuzugehen und am besten immer verschiedenen Kollegen vorzuschlagen, gemeinsam essen zu gehen" – dann erhält der gemeinsame Berufsalltag die richtige zwischenmenschliche Würze!


Imme Vogelsang

Die Expertin 

Imme Vogelsang ist Imagetrainerin und Traininerin für Umgangsformen in Hamburg. Ihre Workshops tragen Titel wie "Business-Etikette – Ihr Auftritt ist entscheidend" oder "Mimikresonanz – ich sehe das, was du nicht sagst". Weitere Informationen gibt?s auf www.iv-imagetraining.de
 

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