Körpersprache Beruf
Der erste Händedruck ist besonders wichtig! | Foto: Thinkstock/DragonImages
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21. Mär 2016

Gloria Wilhelm

Business-Knigge

Körpersprache im Job

Die 10 wichtigsten Regeln

Die 10 Regeln der Körpersprache

Nonverbale Kommunikation begleitet uns wo immer wir auch sind. Sie sagt oft mehr als die Worte, die wir ausplaudern, manchmal sagt sie sogar genau das Gegenteil von dem was aus unserem Mund kommt. D

ie Körpersignale zeigen dem Zuhörer, ob das, was verbal ausgedrückt wird, auch wirklich so gemeint ist. So wirkst du beim Vorstellungsgespräch, im Beruf oder beim Mitarbeitergespräch mit dem Chef nicht wie ein nervöser Hampelmann oder ein eingeschlafener Schuh!
 


1. Der Händedruck

Der Händedruck steht ganz am Anfang jeder Begegnung und ist in der Regel der erste Körperkontakt zwischen zwei Menschen. Ein Händedruck sagt mehr als tausend Worte. Die optimale Form: Kräftig zudrücken, nicht zu kurz, nicht zu lang, nicht zu kräftig. Die ganze Hand greifen, nicht nur den vorderen Teil mit den Fingern. Maximal drei Mal schütteln, dabei nicht zu sehr nach oben und unten bewegen. 

2. Richtig sitzen

Treffen sich zwei Menschen zu einem geschäftlichen Gespräch, dann wirkt es positiver auf die Unterhaltung, wenn sie sich nicht direkt gegenübersitzen. Ideal ist stattdessen ein Winkel zwischen 30 und 60 Grad zueinander. So lässt sich die Gesprächsdistanz im Verlauf etwas variieren. Beide Personen fühlen sich weniger frontal miteinander konfrontiert, entspannen sich deshalb mehr und wirken dadurch authentischer und überzeugender.

3. Distanz halten

Für unsere Breiten gilt die Faustregel: Eine gestreckte Armlänge wirkt angenehm. Sie entspricht der ''Raumblase'', in der jeder Mensch unbewusst lebt. Wer näher rückt, dringt in den persönlichsten Bereich des Gegenübers ein. Man fühlt sich dadurch angegriffen und bedrängt, und reagiert im Normalfall mit Abwehrverhalten. Ist der Abstand allerdings zu groß, könnte er als der nonverbale Ruf ''Bleib mir vom Leib!'' missverstanden werden.

4. Augenkontakt

Als eine der wichtigsten Regeln der nonverbalen Kommunikation gilt: Den Blickkontakt zum Gegenüber wahren und sich entspannt verhalten. Nur wer festen Blickkontakt mit seinem Gegenüber hält, wirkt überzeugend. Tut man es nicht, ist die Wirkung fatal: Wer es nicht einmal schafft, jemandem in die Augen zu schauen, ist entweder ängstlich oder nicht an der anderen Person interessiert.

5. Ehrlich lächeln

Die beste Art das Lächeln bei einem Meeting, einer Präsentation oder sonstigen geschäftlichen Zusammenkünften einzusetzen: Sich erst im Raum positionieren und einrichten, dann entspannt in die Runde lächeln. Wer nämlich schon zwanghaft grinsend den Raum betritt, wirkt nicht überzeugend. Und noch ein Tipp: Man sollte nicht lächeln, um zu gefallen, sondern um zu zeigen, dass man zufrieden ist.

6. Die Körperhaltung

Die Grundregel: Mach dich gerade! Ein bisschen so, als hinge man an einem Seil. Eine gerade Körperhaltung signalisiert Standfestigkeit, Selbstsicherheit und dass kein auch noch so rauer Wind einen umblasen kann. Das, kombiniert mit ruhigen Bewegungen, wirkt professionell und überzeugend. Es ist also immer besser, jede Art von aufgeregten, hektischen Gesten zu vermeiden.

7. Hände sprechen lassen

Sind die Hände geöffnet, ist auch die dazugehörende Person offen. Verschränken sich die Finger ineinander, schließt sie sich nach außen ab. Noch schlimmer wird es, wenn die Finger der erst ineinander verschlossenen Hände sich plötzlich aufstellen. Dann verwandeln sie sich in eine Art von nonverbalen Waffen – ein klares Zeichen von Abwehr. Schmiegen sich die Fingerspitzen beider Hände hingegen sanft und kuppelförmig aneinander, dann signalisiert das nur, dass das Gegenüber nachdenkt.
 


Köpersprache: Die Arme sind ein wichtiger Faktor!


8. Arme kontrollieren

  • Vor der Brust verschränkt signalisieren Arme eine defensive Schutz- oder Abwehrhaltung. Sie dienen in diesem Fall als Barriere.
     
  • Hinter dem Kopf die Hände im Nacken verschränkt und die Ellbogen nach außen gestreckt, schreien sie deutlich hinaus: ''Ich bin hier der Platzhirsch und sehr von mir überzeugt.''
     
  • Deuten diese Ellbogen dann womöglich auch noch in Richtung des Gesprächspartners, dann suggerieren sie: ''Komm mir bloß nicht zu nahe!''
     
  • Fasst sich jemand hingegen mitten im Gespräch plötzlich intuitiv an den Oberarm, sollte man sich in Acht nehmen. Das ist ein Zeichen von aufkommender Wut und Aggression.

9. Standfestigkeit

Wer während einer Rede hin und her läuft, strahlt damit aus, dass er keinen festen Standpunkt hat – innerlich und äußerlich. Das gilt sogar für winzig kleine Schritte hin und her: So gut es geht, diese vermeiden.

Ein ebenso großer Fehler, der zusätzlich auch noch dumm ausschaut: mit dem vom Flipchart abgewandten Arm auf dieses zu zeigen und über die Schulter zu den Zuhörern zu reden. Ein einfacher Armwechsel dreht den Körper den Zuhörern wieder mehr zu und der Sprecher wirkt dadurch sofort selbstbewusster und überzeugender.

10. Visitenkarten richtig tauschen

Trifft man zum ersten Mal aufeinander, gehört es zum klassischen Business-Modell, auch die Visitenkarten zu tauschen. Zieht man sie aus der Jackentasche oder aus einem schicken Etui und übergibt sie seinem Gegenüber, so sollte man unbedingt beobachten, wie das Gegenüber mit der Karte verfährt.

Ist man selbst der Nehmende, gilt die goldene Regel: Nicht einfach nehmen und in das eigene Etui oder – noch schlimmer – die Jackentasche oder sonst wohin stecken. Stattdessen sollte man der Karte zuvor immer ein paar Sekunden lang einen Blick widmen – aufmerksam und konzentriert.
 

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