Lampenfieber Job
Wertvolle Tipps können dir helfen, beim Vortragen zu strahlen | Foto: Thinkstock/halfpoint
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16. Mär 2016

Sabine Olschner

Business-Knigge

Lern' dein Lampenfieber lieben!

Mit welchen Tricks deine Nervosität verfliegt

So bekämpfst du dein Lampenfieber!

Das Talent zum öffentlichen Reden ist nicht jedem gegeben: Angeblich haben mehr Leute Angst davor, vor einem Publikum zu stehen, als vor dem Tod. Das Schlimmste ist für viele das Lampenfieber. Dabei ist dieser Zustand eigentlich etwas Gutes: Denn er hilft dir, dich ganz auf die Aufgabe zu konzentrieren. Du bist voll präsent und motiviert, dein Bestes zu geben. Problematisch wird es, wenn sich das Lampenfieber in Redeangst steigert. Doch dagegen kannst du etwas tun:

1. Akzeptiere die Nervosität!

Mach dir klar, dass Nervosität völlig normal ist. Deine Zuschauer werden mitfühlen und es überhaupt nicht schlimm finden, dass du etwas aufgeregt bist. Ganz im Gegenteil: Sie werden Sympathien für dich haben. Denn die meisten von ihnen würden sich in deiner Situation genauso fühlen. Akzeptiere daher einfach, dass du dich in den ersten Minuten etwas unwohl fühlen wirst – das vergeht, sobald du in den Redefluss gekommen bist.

2. Arbeite dich ins Thema ein!

Bereite dich optimal auf den Vortrag oder die Präsentation vor. Je besser du dich mit dem Thema auskennst, umso wohler fühlst du dich auf der Bühne: Du brauchst keine Angst zu haben, den Faden zu verlieren, und auf Zwischenfragen der Zuhörer kannst du souverän antworten. Mach dir bewusst: Du weist auf jeden Fall mehr über das Thema als die meisten anderen im Raum.

3. Mach dich mit der Technik vertraut!

Wenn du einen Flipchart benutzt, kontrolliere, ob genügend Stifte zur Verfügung stehen und alle gut schreiben. Wenn du eine Beamer-Präsentation planst, stelle rechtzeitig sicher, dass sich der Laptop an den Beamer anschließen lässt und ein Bild auf der Leinwand erscheint. Hast du die Technik im Griff, ist das ein Punkt weniger, um den du dir Gedanken machen musst.

4. Mach Entspannungsübungen!

Bevor du vor dein Publikum trittst, mach ein paar Atem- und Lockerungsübungen – zum Beispiel auf dem Flur oder auf der Toilette, wo dich keiner sieht. Du kannst ein paarmal tief einatmen, kurz die Luft anhalten und wieder tief ausatmen – oder die Hände oder Füße fest ballen und wieder loslassen. Auch ein kurzer Spaziergang hilft, den Kopf freizubekommen und zu entspannen – lenk dich ab und denk nicht daran, was alles schiefgehen könnte.

5. Öl deine Stimmbänder!

Gegen einen trockenen Mund hilft ein Glas Wasser, am besten nicht zu kalt und ohne Kohlensäure. Iss vor dem Auftritt besser nichts Salziges und trink keinen Kaffee, Milch oder süße Getränke. Gegen den Frosch im Hals ist Husten und Summen besser als Räuspern. Summe dein Lieblingslied in verschiedenen Lautstärken und Tonlagen – das macht die Stimmbänder geschmeidig.

6. Lass dich nicht irritieren!

Wenn jemand während des Vortrags gähnt, heißt das nicht zwangsläufig, dass er es langweilig findet. Vielleicht hat derjenige einfach schlecht geschlafen. Und zwei Leute, die miteinander tuscheln, machen sich wahrscheinlich gar nicht über dich lustig, sondern haben gerade etwas wichtiges Privates zu besprechen. Lass dich von solchen Dingen nicht irritieren!

Letztlich hilft jedoch nur eins, die Angst vor dem freien Reden zu verlieren – und das ist üben, üben, üben. Schon der römische Philosoph Cicero wusste: "Reden lernt man nur durch Reden."
 

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