Junge Arbeitnehmer unterhalten sich: Soft Skills wie Kommunikationsvermögen sind wichtig!
Soft Skills wie Kommunikationsvermögen sind extrem wichtig! | Foto: pixabay.com
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06. Jul 2017

Feven Mehereteab

Weiterbildung

Qualifikation Deluxe: Soft Skills für mehr Erfolg im Job

Was sind Soft Skills?

Oft werden Soft Skills unterschätzt. Aber besonders bei viel Konkurrenz zwischen jungen Bewerbern reicht reines Fachwissen meist nicht aus. Im Gegensatz zu Hard Skills sind Soft Skills überfachliche Kompetenzen. Hard Skills werden uns in der Uni oder später im Berufsleben durch theoretisches Wissen übermittelt. Soft Skills hingegen sind zusätzliche Qualifikationen, die auch Schlüsselqualifikationen genannt werden. Meistens lernen wir sie nicht an der Uni oder Fachhochschule. Weil überfachliche Qualifikationen aber immer wichtiger werden, haben inzwischen einige Universitäten ihr Potential erkannt und ihr Lehrprogramm angepasst. Sie bieten daher freiwillige Kurse an, die Schlüsselqualifikationen übermitteln und fördern sollen.

Soft Skills ergänzen fachliches Wissen

Manchmal haben wir sie, ohne es zu wissen. Eine Aushilfsjob neben der Uni zeigt, dass wir fleißig sind, während Sport Disziplin erkennen lässt oder eine Mannschaftssportart sogar Teamfähigkeit beweist. Soziales Engagement wiederum zeigt Initiative und Verantwortung.

Wieso brauchen wir Soft Skills?

"Online Marketing Manager mit hohen Teamgeist, starken Kommunikationsfähigkeiten und interkultureller Kompetenz gesucht".  Das sind nur drei oft gewünschte Zusatzqualifikationen, die erwartet werden. Die meisten Stellenanzeigen erfordern heutzutage mehr als nur fachspezifische Stärken und Fachwissen reicht als Qaulifikation reicht nicht mehr aus. Es gibt viel Konkurrenz  viele Absolventen waren zwar im Ausland oder haben auch Praktika absolviert, daher können Soft Skills oft der entscheidende Faktor seid. Im Lebenslauf sollte aber nur stehen, was auch der Wahrheit entspricht und am besten anhand von Beispielen durch ehemalige Praktika belegt werden. Gerade für junge Berufseinsteiger, die weniger Berufserfahrung aufweisen können, sind die Soft Skills wichtig. Im Bewerbungsgespräch werden diese durch diverse Eignungstests geprüft. Vorbei ist die Zeit, in der nur Führungskräfte Schlüsselqualifikationen wie Belastbarkeit gebraucht haben. Inzwischen steigen auch die Anforderungen für Mitarbeiter. Je nach Branche werden verschiedene Schlüsselqualifikationen erwartet.

Welche Soft Skills gibt es?

Soft Skills unterstreichen Persönlichkeit und Charakter. Sie werden in soziale, persönliche und methodische Kompetenz unterteilt. Zu den Wichtigsten zählen:

Soziale Kompetenzen:

  • Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Integrationsfähigkeit, Empathie, interkulturelle Kompetenz

 Persönliche Kompetenzen:

  • Selbstdisziplin, Selbstreflexion, Engagement, Motivation, Belastbarkeit, Eigenverantwortung, Durchsetzungsvermögen

 Methodische Kompetenzen:

  • Zeitmanagement, Organisationstalent, Stressresistenz, Strukturierte Arbeitsweise, Flexibilität

Essenzielle Soft Skills kurz erklärt

Flexibilität: Ist allgemein sehr wichtig. Nicht nur wegen der Arbeitszeiten, sondern auch in Bezug auf Aufgaben. Die Flexibilität zeigt den Willen, andere Aufgaben, die nicht zum eignen Teilgebiet gehören, zu erledigen.

Interkulturelle Kompetenz: Durch die Globalisierung und weltliche Vernetzung spielt gerade diese Kompetenz eine bedeutende Rolle. Es ist ein Vorteil, sich mit anderen Traditionen auszukennen.

Teamfähigkeit: Ohne die Bereitschaft im Team zu arbeiten, ist heute fast kein Beruf mehr möglich.

Durchsetzungsvermögen: Kollegen und Führungskräfte zu überzeugen, ist nicht immer einfach. Daher ist auch das Durchsetzungsvermögen wesentlich.

Soft Skills trainieren

Es gibt einfache Wege und Mittel die Soft Skills zu trainieren:

  1. Fragen stellen: Als erstes müssen wir uns grundlegenden Fragen stellen. Zentral ist zu wissen, welche Defizite wir haben und woran wir arbeiten müssen. Was brauchen wir? Was ist möglich?
  2. Umsetzung: Nachdem wir herausgefunden haben, was wir brauchen, müssen wir versuchen, uns die Fähigkeiten anzueignen. Es gibt viele Weiterbildungsseminare, die online oder vor Ort angeboten werden. Hierzu gehören zum Beispiel theoretische Kenntnisse über Kommunikationsmodelle und -prozesse sowie über Rollen und Konflikte.
  3. Übung: Wenn wir nun das theoretische Wissen der Soft Skills kennen, müssen wir üben, denn die Theorie bringt wenig ohne Praxis. Die Kompetenzen lassen sich auch in der Freizeit mit Freunden und Familie bestens trainieren.

Denn nicht nur im Beruf können uns die Schlüsselqualifikationen Vorteile verschaffen. Auch privat werden überfachliche Qualifikationen gebraucht. Zwischenmenschliche Beziehungen leben von Soft Skills. Sei es in der Familie oder Freundschaft brauchen wir Menschen, die Fähigkeiten wie Kommunikation, Kritikfähigkeit oder Eigenverantwortung beherrschen.

Lifelong learning!

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sie nicht nur den beruflichen Weg verbessern, sondern auch im privaten Leben von Nutzen sein. Soft Skills öffnen den Weg für mehr Erfolg. Ihre Bedeutung hat durch die Modernisierung der Arbeitswelt deutlich zugenommen. Durch die Aneignung der Fähigkeiten verbessern wir unsere Chancen im Berufsalltag. Wichtig ist, dass der Prozess danach nicht beendet ist, sondern wir uns ständig weiterentwickeln.
 

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