Der Aufbau der Bewerbungsmappe
In deiner Bewerbungsmappe solltest du einen bestimmten Aufbau berücksichtigen | GettyImages/demaerre
Autor

20. Mai 2019

Celina Kumpernatz

Bewerbungstipps

Bewerbungsmappe: Anleitung für den perfekten Aufbau!

Inhaltsverzeichnis

Diese Unterlagen dürfen nicht fehlen:

  • das Bewerbungsanschreiben
  • der Lebenslauf
  • die Anlagen
  • Nachweise für job-relevante Fortbildungen

Diese Unterlagen sind optional:

  • das Deckblatt bzw. das Motivationsschreiben
  • das Bewerbungsfoto
  • das Empfehlungsschreiben
  • Kopie des Führerscheins

Die Reihenfolge der Unterlagen

Hilfreiche Tipps

Diese Unterlagen dürfen nicht fehlen

Das Bewerbungsanschreiben

Beginnen solltest du eine Bewerbung mit deinem Anschreiben, das maximal eine Seite lang ist. Mit dem Anschreiben trittst du zum ersten Mal mit deinem möglichen Arbeitgeber in Kontakt und der erste Eindruck kann hier schon entscheidend sein. Im Anschreiben sollte deine Motivation, warum du dich für den Job bewirbst, deutlich werden und ein direkter Bezug zu dem jeweiligen Unternehmen hergestellt werden. Achte auf die Angabe deines Namens, des aktuellen Datums und der Stelle, auf die du dich bewirbst. Bewirbst du dich schriftlich per Post, liegt das Anschreiben lose auf den restlichen Unterlagen in der Bewerbungsmappe.

Der Lebenslauf

Nach dem Anschreiben und ggf. einem Deckblatt folgt dein Lebenslauf. Dieser informiert, meist tabellarisch auf maximal zwei bis drei Seiten, über deinen beruflichen Werdegang und deine fachlichen Fähigkeiten, also deine Hard Skills. Ob du in deinem Lebenslauf ein Foto von dir einfügst, ist dir seit Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) selbst überlassen. Entscheidest du dich für das Beifügen eines Bewerbungsfotos, solltest du darauf achten, dass dieses professionell aussieht, im besten Fall lässt du dieses von einem Fotografen machen.

Die Anlagen

Als Abschluss deiner Bewerbung folgen deine Anlagen, dazu zählen Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse sowie Nachweise über deine Qualifikationen, Fortbildungen oder Zertifikate, die für die Bewerbung relevant sind. Diese belegen deinen bisherigen schulischen, akademischen und beruflichen Werdegang. Hänge deine Anlagen in der Reihenfolge deiner Bewerbung an, die du auch für deinen Lebenslauf gewählt hast. Beginnst du also in deinem Lebenslauf mit deiner aktuellen beruflichen Position, sollte in deinen Anlagen auch zuerst ein dazu vorhandener Nachweis folgen. Die andere Möglichkeit wäre, deinen Lebenslauf und deine Anlagen chronologisch zu ordnen, also mit deiner ersten Berufserfahrung oder deiner schulischen Ausbildung und den dazugehörigen Nachweisen zu beginnen. Bist du am Ende deiner Schulzeit angekommen und bewirbst dich beispielsweise für eine Ausbildungsstelle, solltest du ein Zeugnis deines Schulabschlusses oder mindestens dein letztes (Halb)Jahreszeugnis beilegen. Hast du bereits mehrere Jahre Berufserfahrung gesammelt, musst du keinen Nachweis deines Schulzeugnisses anhängen, Hochschulzeugnis oder Ausbildungszeugnis als Kopie reichen dann völlig aus.

Nachweis für job-relevante Fortbildungen

Nicht jedes Dokument gehört in deine Bewerbungsmappe. Du solltest strategisch vorgehen und genau überlegen, welche Unterlagen für den Job relevant sind, die also fachnah deine Qualifikationen unterstreichen. Auf Nachweise von Stationen aus deinem Werdegang, die diese Qualifikationen nicht unterstützen, kannst du verzichten. Ärzte müssen beispielsweise bestimmte Fortbildungen absolvieren, wenn sie z.B. Gynäkologe werden möchten. Die Nachweise für job-relevante Fortbildungen sollten daher in deiner Bewerbungsmappe auf jeden Fall zu finden sein.

 

Tipp BewerbungsunterlagenDie Bewerbungsunterlagen – der erste Eindruck zählt

Bevor du dich an den Aufbau und die Reihenfolge deiner Bewerbungsunterlagen begibst, solltest du dafür sorgen, dass deine Unterlagen korrekt, vollständig und ansprechend gestaltet sind, denn der erste Gesamteindruck zählt. An dieser Stelle solltest du zudem schon darauf achten, für welche Branche du dich bewerben möchtest und welche gängigen Erwartungen in dieser Branche an Bewerbungen berücksichtigt werden sollten.


Diese Unterlagen sind optional

Das Deckblatt und das Motivationsschreiben

Auf das Anschreiben kann ein Deckblatt folgen. Bei der klassischen, schriftlichen Bewerbung, die noch per Post versendet wird, ist das Deckblatt ein Muss, das die Bewerbung abrundet. Bei der Online-Bewerbung ist ein Deckblatt eher optional. Entscheidest du dich für ein Deckblatt, sollten auf diesem deine persönlichen Daten, deine Kontaktdaten, deine Berufsbezeichnung bzw. dein letzter Abschluss, ggf. ein Verzeichnis deiner folgenden Anlagen, optional ein Kurzprofil mit deinem Bewerbungsfoto, falls dieses nicht für den Lebenslauf vorgesehen ist, und deiner Unterschrift zu finden sein.

In manchen Stellenausschreibungen wird explizit ein Motivationsschreiben verlangt, meistens bei der Bewerbung um z.B. einen Ausbildungsplatz oder ein Stipendium. Das Motivationsschreiben unterscheidet sich von dem formalen Anschreiben, da du hier mehr in die Tiefe gehst und deine Beweggründe für die Bewerbung hervorhebst.

Das Bewerbungsfoto

Du hast die Wahl, ob du dich für ein Bewerbungsfoto in deiner Bewerbungsmappe entscheidest oder nicht, denn du bist nicht mehr dazu verpflichtet. Natürlich ist es aber nach wie vor gerne bei den Personalern gesehen, da durch das Bewerbungsfoto ein erster Eindruck von dir vermittelt wird.

Das Empfehlungsschreiben

Ein Empfehlungsschreiben für deine Bewerbungsmappe bietet sich an, wenn du aktuell in einem ähnlichen Beruf arbeitest. Durch dieses können deine Talente und Fähigkeiten zusätzlich bestärkt werden.

Kopie des Führerscheins

Bewirbst du dich für einen Job, der einen Führerschein voraussetzt, beispielsweise, wenn du im Vertrieb tätig bist und regelmäßig Kundengespräche führst, sollte eine Kopie deines Führerscheins deiner Bewerbungsmappe beigelegt werden.

 

Tipp BewerbungsunterlagenDie Vollständigkeit der Bewerbungsunterlagen

Für welche Reihenfolge du dich auch entscheidest, deine Unterlagen sollten in jedem Fall vollständig sein. Fehlen für den Arbeitgeber wichtige Unterlagen in deiner Bewerbung erhältst du bereits Minuspunkte bei der ersten Durchsicht oder deine Bewerbungsunterlagen werden gar nicht weiter im Bewerbungsprozess berücksichtigt.


Die Reihenfolge deiner Unterlagen

Für die Reihenfolge deiner Unterlagen in deiner Bewerbungsmappe gibt es nicht nur eine richtige Lösung. Viele eher traditionelle Unternehmen erwarten eine typische Reihenfolge von Anschreiben bzw. Motivationsschreiben, Lebenslauf und Arbeitszeugnisse bzw. Ausbildungszeugnisse. Möchtest du dich für eine andere Variante entscheiden und dich von der typischen Reihenfolge distanzieren, um die Aufmerksamkeit des Lesers bei der ersten Durchsicht deiner Unterlagen auf dich ziehen, sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Im Blick solltest du dabei aber immer behalten, bei welchem Unternehmen bzw. in welcher Branche du dich bewirbst. Bei traditionellen Berufen wie der / des Verwaltungsfachangestellten ist die klassische Reihenfolge der Unterlagen bestimmt immer die sicherere Lösung. Möchtest du dich für einen kreativen Job bewerben, z.B. als Webdesigner / -in, wird deine Kreativität sicher geschätzt.

Nachweise oder Zertifikate lassen sich entweder chronologisch oder nach Wichtigkeit ordnen. Sortierst du deine Unterlagen nach Wichtigkeit, sollten zuerst Praktikumsbescheinigungen, dann Nachweise von Nebenjobs und anschließend deine Zertifikate von z.B. Sprach- oder Computerkursen in deiner Mappe angelegt sein.

Strategischer Aufbau Bewerbungsmappe

Hilfreiche Tipps

Die Bewerbungsmappe – die klassische Bewerbung

Die klassische Form der Bewerbung ist die Bewerbungsmappe, die die äußere Hülle deiner Bewerbung darstellt und alle relevanten Unterlagen deiner Bewerbung beinhaltet. Diese wird in der Regel per Post verschickt oder persönlich bei der entsprechenden Person eingereicht.

Bewerbungsmappe vs. Online-Bewerbung

Mittlerweile wird die Bewerbungsmappe jedoch immer mehr von der Online-Bewerbung abgelöst. Ersetzt wird deine Bewerbungsmappe dann durch ein PDF, das du per E-Mail, in einem Online-Formular oder in einem Jobportal verschickst. Welche Form der Bewerbung verlangt ist, erfährst du in der Regel in der Stellenausschreibung. Findest du dort keine ausdrückliche Formulierung dazu, darfst du selbst entscheiden auf welche Art und Weise du dich bewerben möchtest. Verschickst du deine Bewerbung nicht online, sondern in einer Bewerbungsmappe per Post, sollten alle Unterlagen fest und nicht lose in einer entsprechende DIN-A4-Mappe gebündelt verschickt werden.

Die Bewerbungsmappe für verschiedene Berufsbilder

In unterschiedlichen Berufsbildern werden auch unterschiedliche Nachweise deine Hard- und Soft Skills erwartet. Entscheidest du dich beispielsweise für einen Beruf mit Menschen, solltest du auch Nachweise über ehrenamtliche Tätigkeiten beifügen, falls vorhanden. Bewirbst du dich auf eine Stelle als Mediengestalter oder Modedesigner, können Arbeitsproben deine Bewerbung abrunden. Strebst du eine journalistische Karriere an und möchtest diese als Volontär beginnen, können erste veröffentlichte Beiträge dein Talent unter Beweis stellen.

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