Richtig bewerben
Gewissenhaft und sorgfältig – so bewirbst du dich richtig! | Foto: Thinkstock/dolgachov
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23. Feb 2016

UNICUM Onlineredaktion

Bewerbungstipps

Bewerbungsmappe vs. E-Mail-Bewerbung

Richtig bewerben: So punktest du direkt!

Richtig bewerben mit der Bewerbungsmappe

Die Bewerbungsmappe hat sich als die klassische Form der Bewerbung längst durchgesetzt. Und doch besteht bei so manchem Bewerber immer noch Unklarheit über Struktur und Inhalt. Die äußere Form vermittelt einen ersten Eindruck von dir. Und der zählt bekanntlich. Deine Mappe sollte keine Eselsohren oder Flecken haben. Auch die Mehrfachverwendung sollte ihr nicht anzusehen sein. Außerdem gilt: viel Plastik ist out. Eine schlichte Form mit weißem Papier ist in der Regel angebracht. Bei kreativen Berufen darf es natürlich auch etwas mehr sein.

Das Anschreiben wird nicht mit in der Mappe eingeheftet, sondern lose oben draufgelegt und gegebenenfalls mit einer Büroklammer fixiert. Es muss klar gegliedert sein und darf maximal fünf Absätze haben. Rechtschreibfehler sind fehl am Platz. Tipp: Gib deine Gehaltsvorstellung nur an, wenn explizit danach gefragt wird. Ein Zusatz, wie "Gerne passe ich mich der firmenüblichen Bezahlung an" zeugt von deiner Flexibilität. Die Unterschrift muss den vollen Namen beinhalten, so Hesse/Schrader in "Neue Wege der Bewerbung".

Der Lebenslauf sollte bei Berufseinsteigern eine Länge von zwei Seiten nicht überschreiten und ist chronologisch aufgebaut. Bei mehr als fünf Jahren Berufserfahrung dürfen es auch mehr als zwei Seiten sein. Zeugnis- und Examensnoten gehören nicht in den Lebenslauf. Generell gilt: nur Zeugnisse, die nicht älter als zehn Jahre sind, gehören in die Bewerbung. Arbeitszeugnisse sind immer wichtig, da sie ein erstes Bild über deine Arbeitsweise zulassen.

Richtig bewerben per E-Mail

Die E-Mail-Bewerbung hat sich stark etabliert. Viele Unternehmen bevorzugen mittlerweile diese Form. Achte darauf, dass du eine seriöse E-Mail-Adresse verwendest. Hier sollte, wenn möglich, der komplette Name oder wenigstens der Nachname vorkommen. Das Anschreiben kannst du entweder als Anhang mit einem Verweis in der E-Mail beifügen oder direkt in das Textfeld eintragen. Entscheidest du dich für die zweite Variante, gehören deine Kontaktdaten in Signaturform ans Ende der E-Mail. Hier gilt wie bei der Bewerbungsmappe: Formalitäten sind wichtig. Rechtschreibfehler haben auch hier nichts zu suchen. Dateianhänge dürfen nicht größer als 2 bis 3 MB sein. Sie sollten klar gekennzeichnet sein. So machst du deinem zukünftigen Arbeitgeber eine eindeutige Zuordnung leichter.

Punkten kannst du, wenn du unter das Anschreiben deine eingescannte Unterschrift setzt. Die Reihenfolge des Anhangs richtet sich nach der Auflistung im Lebenslauf. Ganz ungefährlich ist die E-Mail-Bewerbung aber nicht. Es kann sein, dass dein zukünftiger Arbeitgeber nicht alle Dokumente öffnen kann oder bestimmte Anhänge nicht zulässt. Grundsätzlich gilt: Dokumente werden als PDF verschickt und Fotos als JPG.

Für den Lebenslauf per E-Mail gilt das Gleiche wie für die Bewerbungsmappe. Auch hier gehört, wenn möglich, dein Foto in die obere rechte Ecke. Deine eingescannte Unterschrift passt auch hier sehr gut hin. Am Besten ist es, wenn du Anschreiben und Lebenslauf in ein PDF-Dokument zusammenfügst. Leider herrscht beim Mitschicken der Zeugnisse kein Konsens. In Hesse/Schraders "Neue Wege der Bewerbung" heißt es, dass Zeugnisse in der E-Mail-Bewerbung nicht mitgeschickt werden, sondern erst auf Anfrage des jeweiligen Unternehmens. Im Zweifel bleibt also nur der Griff zum Telefon, um gezielt beim potenziellen Arbeitgeber nachzufragen.

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