Mann schreibt Bewerbung am Laptop
Beim Verfassen einer Kurzbewerbung gibt es Einiges zu beachten. | Foto: Stefan Stefancik/Unsplash
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14. Jul 2017

Doreen aus dem Moore

Bewerbungstipps

Kurzbewerbung: Darauf solltest du achten!

Kurz, knackig – aber auch ratsam?

Wie der Name es schon vermuten lässt, geht es bei der Kurzbewerbung darum, sich schriftlich so knapp bei einem Unternehmen vorzustellen, wie möglich. Das spart dir nicht nur Zeit beim Zusammenstellen deiner Unterlagen, sondern auch dem Personaler, der alle eingehenden Bewerbungen sichten und aussortieren muss.

Aber Vorsicht! Die Form der Bewerbung ist keinesfalls universell einsetzbar. Es sind eher die Ausnahmefälle, für die so eine kurze Vorstellung angemessen ist.

Was gehört in die Kurzbewerbung?

Für die Kurzbewerbung brauchst du lediglich ein Anschreiben, in dem du deine Fähigkeiten und deinen Wunsch für genau diese Firma zu arbeiten überzeugend darstellst. Dabei gilt es, das richtige Maß bei Länge und Informationsgehalt des Textes zu finden. 

Natürlich solltest du keine wichtigen Details, wie Fremdsprachenkenntnisse und Zusatzqualifikationen, unter den Tisch fallen lassen. Das Anschreiben sollte aber auf gar keinen Fall mehr als eine Seite beanspruchen. Achte auch darauf, dass du keine abgedroschenen Floskeln verwendest, denn die hängen dem Personaler meistens schon aus den Ohren raus.

Außerdem fügst du einen tabellarisch aufgebauten Lebenslauf hinzu, der bestenfalls nicht länger sein sollte als eine Seite. Dazu haben wir im Karrierezentrum für dich eine Checkliste für den perfekten Lebenslauf. Ein Bewerbungsfoto kannst du hier anbringen, das ist aber kein absolutes Muss.

Das lässt du weg

Um die Kurzbewerbung auch wirklich kurz zu halten, verzichtest du auf sämtliche Referenzen. Das heißt weder Zeugnisse, Zertifikate, noch Praktikumsbescheinigungen gehören in den Umschlag deiner Bewerbung. Das gilt auch für Mappen mit Arbeitsproben. 

Diese Unterlagen behältst du dir für die zweite Runde deiner schriftlichen Bewerbung vor. Denn wenn deine Vorschau in Form der Kurzbewerbung gut angekommen ist, wird in der Regel nach den kompletten Bewerbungsunterlagen gefragt, bevor es zum Vorstellungsgespräch geht.

Wann ist eine Kurzbewerbung sinnvoll?

Wenn du dich bei einem bestimmten Unternehmen bewerben möchtest, dieses aber momentan keine Stellen ausschreibt, dann kannst du mit einer Initiativbewerbung ganz unverbindlich testen, ob überhaupt Interesse besteht, jemanden mit deinen Qualifikationen anzustellen. 

Wenn du etwas mehr als nur den ersten Eindruck auf einer Jobmesse hinterlassen möchtest, dann kannst du deine Bewerbung auch als Flyer gestalten. Setze dein Bewerbungsfoto auf die Vorderseite zu dem Anschreiben, deinen Lebenslauf druckst du auf die Rückseite.

Wir raten dir, dich im Vorfeld gut über die dort vertretenen Unternehmen zu informieren und nicht jedem Vertreter das gleiche allgemein formulierte Anschreiben in die Hand zu drücken.

Außer als Auftakt einer ausgeklügelten Bewerbungsstrategie reichen Anschreiben und Lebenslauf oftmals schon für Studenten- und Ferienjobs.

Der geringe Umfang, der in den genannten Situationen so vorteilhaft ist, ist gleichzeitig absolutes No-Go in so ziemlich allen anderen Bewerbungsszenarien. Auf eine konkrete Stellenausschreibung solltest du mit einer vollständigen Bewerbung mit allen relevanten Unterlagen antworten. Es sei denn, eine Kurzbewerbung ist ausdrücklich gewünscht. 

Überlege dir also gut, ob die zwei- bis höchstens dreiseitige Variante deiner Bewerbung für die Stellen und die Unternehmen, für die du dich interessierst, angebracht ist.

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