Körpersprache Beswerbungsgespräch
Ein ehrliches Lächeln kann Karriere-Wunder wirken | Foto: Thinkstock/g-stockstudio
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17. Feb 2016

Gastbeitrag

Vorstellungsgespräch

(Körper-)Sprache im Bewerbungsgespräch

Tipps vom Ausdruckscoach

Du wirkst, wie du denkst

Körpersprache ist eine direkte Umsetzung der inneren Haltung. Wenn du glaubst, nicht gut genug zu sein, dann hilft auch keine Checkliste für Körpersprache, um selbstbewusst rüberzukommen. Denk an deine Stärken und was du anzubieten hast. Hättest du keine, wärst du gar nicht eingeladen worden.

Vertrau auf dich und deinen Ausdruck – der klappt doch sonst auch. Lächele, wenn dir danach ist. Lass die Hände ihren Job machen! Sie unterstreichen ganz natürlich, was dir wichtig ist. Und selbstverständlich schaust du deinen Gesprächspartner an – ihn meinst du und ihn willst du überzeugen.

  • Tipp: Authentisch statt aufgesetzt – Mimik, Gestik und Stimme natürlich laufen lassen.

Nicht hinter Hecken verstecken

Hier gehören sie hin, die Qualitäten und Fähigkeiten. Nimm dir nicht selber die Chance, den anderen von dir zu überzeugen, indem du alle Aussagen mit sogenannten sprachlichen Hecken wie "irgendwie, vielleicht, eigentlich, ganz gut und manchmal" relativierst.

Vermittel selbstbewusst und mit starker Sprache, was du kannst. Anstatt Weichzeichner wie, "Ich glaube, ich bin ein ganz guter Teamplayer", zu verwenden heißt es: "Ich bin ein guter Teamplayer. Mir ist es wichtig, gemeinsam zum Ziel zu kommen." Finde zudem ein Beispiel, um die Aussage zu belegen: "Ich spiele seit fünf Jahren Basketball und weiß, dass die gemeinsame Leistung den Erfolg bringt."

  • Tipp: Präsentiert dich mit starker Sprache und verstärkt die Aussage durch Beispiele.
     

Stimme macht Stimmung

Wie etwas gesagt wird, entscheidet zu 38 Prozent darüber, wie jemand wirkt. Wenn vor lauter Aufregung die Stimme wegbleibt, du Sätze vernuschelst oder zu schnell sprichst, gibt es einen einfachen und genialen Tipp, mit dem deutliches und betontes Sprechen gefestigt wird: der Korkentrick. Wie der geht?

Mit einem Weinkorken zwischen den Schneidezähnen sprichst du ein paar Sätze, um ein Gefühl für diese besondere Art des Sprechens zu bekommen. Im Vorstellungsgespräch erinnerst du dich dann an diese Technik und tauscht schnell und vernuschelst gegen klar und betont. Denn erst die Stimme gibt deinen Worten – und damit dir selbst – Emotion und Wirkung.

  • Tipp: Ein Korken killt Nuscheln, zu schnelles Sprechen und Monotonie.

Überbrückungskabel für Blackouts

Keine Angst vor Wissenslücken, schwierigen Fragen oder Hängern im Gespräch. Ab sofort nutzt du ganz einfach "Sprechdenken", um dich selbst souverän aus Denkblockaden zu führen. Der Trick ist: du sagst – positiv formuliert –, was dir durch den Kopf geht: "Da muss ich kurz drüber nachdenken. Also – ich finde ..." Bei einem Blackout sagt du, dass dich gerade der Faden gerissen ist und du dich kurz sortieren müsst.

Solltest du vor lauter Nervosität gefühlt keinen Satz gerade herausbringen, dann mach eine kurze Ansage dazu: "Mir ist es so wichtig, bei Ihnen einen guten Eindruck zu hinterlassen, aber mein Lampenfieber schlägt gerade zu ... Lassen Sie mich die Frage noch einmal neu beantworten." Das ist souverän und sympathisch – und als netten Nebeneffekt vermeidest du zudem "Ähs".

  • Tipp: Lautes Denken hilft, sich selbst zu führen – und das Gegenüber auch.
     

Linktipps:

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