Vorstellungsgespräch Vorbereitung
Bist du perfekt vorbereitet, haben nicht nur die Personaler gut lachen | Foto: Thinkstock/kzenon
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17. Apr 2016

Barbara Kotzulla

Vorstellungsgespräch

Optimale Vorbereitung für das Bewerbungsgespräch

Die Checkliste für deinen Erfolg

Checkliste Vorstellungsgespräch

Vor dem Bewerbungsgespräch steigt die Nervosität: Habe ich auch an alles gedacht? Was habe ich vergessen? Mit der UNICUM Checkliste kannst du alle wichtigen Punkte abhaken und gut vorbereitet ins Jobinterview gehen:

Die UNICUM Checkliste für dein Vorstellungsgespräch als PDF

Checkliste Vorstellungsgespräch


Das solltest du über das Unternehmen wissen!

Spätestens zum Vorstellungsgespräch sollte es an der Zeit sein, dich eingehend mit dem potenziellen neuen Arbeitgeber zu befassen. Auch wenn dieses Wissen im eigentlichen Jobinterview nicht abgefragt wird, ist es für den Bewerber doch ein beruhigendes Gefühl, im Fall der Fälle mit seinem Firmenwissen glänzen zu können. Außerdem merken die Gesprächspartner in den meisten Fällen ziemlich schnell, ob sich ihr Gegenüber wirklich eingehend mit dem Unternehmen beschäftigt hat. Folgende Punkte sollten über die Firmen-Homepage und die Medien in Erfahrung gebracht werden:

Kannst du diese Fragen beantworten?

  • Wann wurde das Unternehmen gegründet?
  • An welchen Standorten ist die Firma vertreten?
  • Ist das Unternehmen international vertreten? Muss ich mich auf ein Gespräch in Englisch oder einer anderen Fremdsprache einstellen?
  • Welche Rechtsform hält das Unternehmen inne?
  • Wer ist der Geschäftsführer?
  • Welche Produkte werden vertrieben?
  • Wie ist die Marktposition des Unternehmens?
  • Stehen große Entwicklungen an?
  • Wie sieht die wirtschaftliche Lage aus?
  • Welche Konkurrenten befinden sich auf dem Markt?
  • Wie viele Mitarbeiter werden beschäftigt?
  • Welches Image transportiert das Unternehmen nach außen?
  • Gibt es eine Firmenphilosophie?
     

Das solltest du über dich erzählen können!

Ist das gefragte Unternehmen beleuchtet, geht es nun darum deine eigene Motivation und Persönlichkeit zu hinterfragen. So unterschiedlich alle Vorstellungsgespräche sind, wollen die Personalverantwortlichen letztendlich immer nur dieselben Fragen klären: Wer ist der Bewerber? Warum bewirbt er sich bei uns? Passt er zu unserem Unternehmen? Deswegen ist es unerlässlich, Antworten auf die wichtigsten Fragen vorzubereiten. Dabei gilt: Ehrlich bleiben! Sonst verstrickt man sich schnell in Aussagen, die man im Nachgang vielleicht bereut.

Kannst du diese Fragen beantworten?

  • Warum bewerbe ich mich auf diese Stelle?
  • Welche Anforderungen des Stellenprofils erfülle ich?
  • Welche Punkte in meinem Lebenslauf machen mich besonders? Worauf bin ich stolz?
  • Gibt es einen roten Faden in meinem Lebenslauf? (Mit Bezug zum Arbeitgeber!)
  • Welche Lücken gibt es in meinem Lebenslauf? Wie erkläre ich diese?
  • Warum will ich gerade bei diesem Unternehmen arbeiten?
  • Was erwarte ich von der Stelle/dem Unternehmen?
  • Was sind meine beruflichen und persönlichen Ziele?
  • Was sind meine Stärken und Schwächen? (Keine Floskeln!)
  • Was erzähle ich, wenn ich nach meinen Hobbys gefragt werde?
  • Welche Fragen habe ich an das Unternehmen?
  • Wie stelle ich mir die Rahmenbedingungen der Anstellung vor (Gehalt u.ä.)?
     

Organisatorisches & Erscheinungsbild

Nicht nur das, was im Vorstellungsgespräch gesagt wird, zählt, auch die Erscheinung des Bewerbers ist von großer Bedeutung. Für einen ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance, daher sollte von der Anfahrt bis zum Zeitmanagement alles durchgeplant sein.

Kannst du alle Punkte abhaken?

  • Der Vorstellungstermin sollte im Idealfall telefonisch bestätigt worden sein.
  • Zum Gespräch sollte eine Kopie des Bewerbungsschreibens und des Lebenslaufs, die Zeugnisse, das Einladungsschreiben und ein neutraler Notizblock und ein einfacher Kugelschreiber in einer schlichten Tasche mitgebracht werden.
  • Die Anfahrt sollte genau geplant werden: Wie komme ich hin? Muss ich mit Stau rechnen? Habe ich genug Zeit für alle Eventualitäten eingeplant?
  • Merken: Nicht zu früh und nicht zu spät erscheinen! Ideal ist es, sich 5-10 Minuten vor dem Gespräch am Empfang anzumelden.
  • Für den Notfall sollte man sich die Telefonnummer der Firma notieren.
  • Ebenfalls ist es wichtig, sich die Namen der Ansprech- und Gesprächspartner zu notieren und zu merken. Im Vorfeld kann man auch in den Sozialen und Business-Netzwerken nach ihnen recherchieren. Gibt es vielleicht Parallelen im Werdegang oder andere Anknüpfungspunkte?
  • Das Bewerbungsoutfit muss sauber und gepflegt sein. Dabei sollte auf einen branchenüblichen Dresscode geachtet werden. Beispiel: Mit Turnschuhen ist man in einer Bank nicht gerne gesehen, ein Anzug ist in der Medienbranche fehl am Platz.
  • Das Auftreten sollte selbstbewusst, aber nicht zu forsch sein.
  • Zur Begrüßung bietet sich ein leichter Small Talk an. Dabei sollte nicht über den Stau oder den verpassten Zug gesprochen werden. Lieber die tolle Lage des Unternehmens oder das neue Firmengebäude loben.
  • Wichtig ist es vorab eine ruhige und entspannte Gestik und Mimik zu üben.
  • Ebenso langsames Sprechen und Pausen beim Beantworten der Fragen.
  • Wichtig: Aufmerksam zuhören und nachfragen. Verständnisfragen zeigen Interesse!
  • Man sollte sich vorher überlegen, wie viel Privates man von sich preisgeben will – und was lieber ungesagt bleiben sollte.
     

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