Unzufriedenheit am Arbeitplatz
Viele Arbeitnehmer fühlen sich in ihrem Job nicht wohl | Foto: Thinkstock/Wavebreakmedia Ltd
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29. Sep 2014

Andreas Benz

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Zehn Gründe für unzufriedene Angestellte

Niedriges Gehalt? Nervige Kollegen?

Unzufriedene Mitarbeiter schaden den Kollegen

Erschreckende Zahlen: 67 Prozent der Beschäftigten leisten nur noch Dienst nach Vorschrift; 17 Prozent haben innerlich bereits gekündigt. So das Ergebnis des "Gallup Engagement Index 2013". Laut der jährlich stattfindenden Befragung sind acht von zehn Mitarbeitern nicht hoch emotional an ihren aktuellen Arbeitgeber gebunden – und wer sich in seinem Unternehmen nicht wohlfühlt und sich nicht mit seiner Firma identifizieren kann, neigt schneller zu einem Arbeitgeberwechsel. Eine solche Fluktuation kostet die Unternehmen jedes Jahr mehrere Millionen Euro.

Die Unzufriedenheit im Büro hinterlässt auch bei den Mitarbeitern Spuren: Sie verbreiten schlechte Laune im Unternehmen, demotivieren ihre Kollegen und sorgen so für eine negative Grundstimmung im Büro. Unzufriedene Mitarbeiter sitzen ihre Zeit nur noch ab, anstatt produktiv zu arbeiten und fehlen zudem häufiger krankheitsbedingt.

Top-10-Gründe für die innere Kündigung von Mitarbeitern:

1. Zu wenig Geld

In fast allen Umfragen klagen die deutschen Arbeitnehmer über den geringen Verdienst. Nach eigenen Angaben arbeiten viele oft deutlich mehr als vertraglich vereinbart, die Überstunden werden aber finanziell gar nicht oder nicht ausreichend entlohnt.

2. Zu viel Druck

Unrealistische Zielvorgaben, hoher Umsatz- und Erfolgsdruck: Auch diese Dinge wirken sich negativ auf die Arbeitsmoral aus. Die Mitarbeiter reagieren meist auf eine von zwei Arten: Sie verfallen in Stockstarre oder verausgaben sich bis zum Burnout.

3. Gefühlte Ausbeutung

Wenn die Arbeit kaum noch Zeit für Freizeit, Freunde und Familie lässt, ist Stress vorprogrammiert. Wer sich als Angestellter in einem Unternehmen ''verheizt'' fühlt, stellt seine Arbeit bald auf Sparflamme.

4. Sinnlosigkeit

Nur eine Tätigkeit, die dem Beschäftigten sinnvoll erscheint, macht aus einem Mitarbeiter einen zufriedenen und engagierten Kollegen. Die Frage nach dem Sinn der Arbeit sollten Arbeitgeber also nicht unterschätzen.

5. Die Chemie stimmt nicht

Viele Vorgesetzte in Deutschland unterschätzen die Bedeutung eines guten Betriebsklimas. Schließlich sollen die Angestellten nicht zur Arbeit gehen, um Freunde zu finden – oder gar Spaß zu haben! Doch genau diese Punkte steigern die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten.

6. Autoritärer Führungsstil

Langwierige Diskussionen, bei denen jeder seinen Senf dazu geben darf, sind für ein gutes Betriebsklima und den Erfolg einer Firma ebenso unförderlich wie ein Chef, der keine andere Meinung gelten lässt. Hier gilt es für die Vorgesetzten, die richtige Balance zu finden.

7. Stupide Tätigkeiten

Tagein, tagaus dieselben gleichförmigen Aufgaben steigern zwangsläufig die Unlust. Zuviel Routine, zu wenig geistige Forderung machen nicht nur unzufrieden, sondern in vielen Fällen auch depressiv. Stichwort: Bore-out!

8. Mangelnde Anerkennung

Die Arbeit mag noch so abwechslungsreich, der Mitarbeiter noch so motiviert sein: Honoriert der Chef nicht das Engagement, ist es mit dem zusätzlichen Einsatz schnell wieder vorbei – und der Frust wächst.

9. Falscher Job

Viele Kündigungen haben einen einfach Grund: Die Mitarbeiter wurden schlichtweg auf der falschen Position eingesetzt. Das mag zum einen an falschen Vorstellungen vom Traumjob seitens der Arbeitnehmer liegen, zum anderen auch an der Unter- oder Überforderung durch den Arbeitgeber.

10. Keine Aufstiegschancen

Mangelnde Karriere-Aussichten sind ein regelrechter Zufriedenheits-Killer. Das Gefühl, in einer beruflichen Sackgasse zu stecken, kann zu einer Vollbremsung in punkto Einsatz führen.
 

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