Kfz-Mechaniker /-in Fahrzeuge
Als Kfz-Mechaniker /-in dreht sich dein Arbeitsalltag rund um verschiedene Fahrzeuge. | Foto: Cottonbro/Pexels
Autor

05. Okt 2020

Hannah Dautzenberg

Berufsbilder

Kfz-Mechaniker /-in: alle Informationen zum Beruf!

Der Beruf Kfz-Mechaniker /-in passt zu dir, wenn... 

  • dir praktische Arbeit liegt und du Spaß daran hast. 
  • du sorgfältig arbeitest. 
  • du ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein vorweisen kannst. 
  • du bereit bist, immer wieder Neues zu lernen. 
  • du selbstständig arbeiten möchtest. 
  • dir körperlich harte Arbeit keine Probleme bereitet. 
  • du selbstständig arbeiten kannst. 
  • deine Finger und Hände präzise und geschickte Arbeiten verrichten können. 
  • du ein technisches Grundverständnis besitzt. 
  • dein räumliches Vorstellungsvermögen überdurchschnittlich gut ist. 
  • dir Mathematik keine großen Probleme bereitet. 
  • du kommunikativ bist und Spaß an Kundenkontakt hast. 

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Namensänderung
  3. Voraussetzungen 
  4. Ausbildung
  5. Spezialisierungen
  6. Aufgaben
  7. Arbeitsalltag
  8. Skillset
  9. Bewerbung
  10. Einsatzorte
  11. Gehaltsaussichten
  12. Weiterbildung
  13. Alternative Berufe
  14. Häufig gestellte Fragen
  15. Überblick

Kraftfahrzeugmechatroniker /-in – die Definition

Ohne Autos und andere Fahrzeuge geht in der heutigen Welt so gut wie gar nichts mehr. Ein Leben ohne die schnelle Möglichkeit, Menschen oder Güter von einem Ort zum nächsten zu transportieren, ist heute kaum denkbar. Aber was, wenn an dem liebsten Fortbewegungs- und Verkehrsmittel der Deutschen mal etwas kaputt ist? Dann kommt der /die Kfz-Mechaniker /-in ins Spiel. Reparaturen, Serviceleistungen, Wartungs- und Diagnosearbeiten liegen in den Händen der gut ausgebildeten Fachkräfte. Was genau diesen Beruf ausmacht, erfährst du im folgenden Artikel. 

Namensänderung

Seit 2003 wird der Beruf des /-r Kfz-Mechanikers /-in häufig als Kfz-Mechatroniker bezeichnet. Um dem modernen Bild des Berufs gerecht zu werden, entschied man sich in dazu, die Berufe Kfz-Mechaniker /-in, Kfz-Elektriker /-in und Automobilmechaniker /-in unter der Bezeichnung des /-r Kfz-Mechatroniker /-in zusammenzufassen. Damit reagierte man auf die veränderten Anforderungen im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk

Voraussetzungen

Grundvoraussetzung für eine Ausbildung im Bereich der Kfz-Mechatronik ist ein Schulabschluss. Bereits der Hauptschulabschluss genügt, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Allerdings ist die Auswahl mit einem Abschluss der Realschule etwas größer und vermutlich einfacher. Dazu solltest du vor Beginn der Ausbildung ein Mindestalter von fünfzehn Jahren erreicht haben und bereit sein, die kommenden dreieinhalb Jahre damit zu verbringen, deine Ausbildung erfolgreich abzuschließen. 

Kfz-Mechaniker /-in Frauenquote

Ausbildung: So wirst du Kfz-Mechaniker /-in

Um den Beruf des /-r Kfz-Mechanikers /-in ausüben zu können, musst du zuerst eine Ausbildung absolvieren. Alle Informationen, die du dazu benötigst, haben wir hier für dich zusammengefasst. 

Dauer der Ausbildung

Durchschnittlich benötigst du für eine Ausbildung zum /-r Kfz-Mechaniker /-in dreieinhalb Jahre. Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Verkürzung der Ausbildung zu beantragen. Das geht sowohl vor als auch während deiner Ausbildungszeit. Dafür musst du aber eine Begründung liefern, warum du nicht die üblichen dreieinhalb Jahre absolvieren musst, sondern qualifiziert bist, schon früher einen Abschluss zu erhalten. Möglicherweise konntest du schon vor der Kfz-Mechaniker-Ausbildung Berufserfahrung in diesem Bereich sammeln oder du erzielst überdurchschnittliche Leistungen in der Zwischenprüfung. Solltest du den Wunsch nach einer Verkürzung haben, musst du diesen in jeden Fall mit deinem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule abklären. Erst, wenn beide Parteien deinem Vorhaben zustimmen, kann eine Verkürzung vertraglich festgehalten werden. In seltenen Fällen kann es auch zu einer Verlängerung der Ausbildung kommen. 

Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildung zum /-r Kfz-Mechaniker /-in wird dual absolviert. Das bedeutet, dass du sowohl Inhalte an der Berufsschule beigebracht bekommst als auch praktische Arbeiten in deinem Ausbildungsbetrieb absolvieren wirst.  

Die Berufsschule ist vor allem für den theoretischen Hintergrund zuständig, den du zum Ausüben deines zukünftigen Berufs benötigst. Dazu gehören Fächer wie Fahrzeugkunde, Systemkunde oder Fehlerdiagnose. Aber auch allgemeinbildende Fächer wie Sozialkunde, Deutsch oder Wirtschaft wirst du in deinen Lehrjahren an der Berufsschule belegen. Um dir einen genauen Überblick über die Lerninhalte der Berufsschule zu geben, haben wir für dich folgende Liste erstellt: 

  • Planung sowie Vorbereitung der Arbeitsabläufe
  • Kontrolle und Bewertung der Arbeitsergebnisse
  • Qualitätsmanagement 
  • Messungen und Prüfungen mit Hilfe verschiedenster Messgeräte 
  • Kommunikation (betrieblich und technisch, intern und extern) 
  • Fahrzeugbedienung
  • Umgang mit verschiedenen Systemen
  • Wartung, Prüfung und Einstellung von Betriebseinrichtungen und Systemen
  • Montage, Demontage und Instandsetzung von Bauteilen, Baugruppen und anderen Systemen
  • Umweltschutz
  • Brandschutz

Dein Ausbildungsbetrieb schärft deine praktischen Fähigkeiten. Du lernst verschiedenste Fahrzeuge zu reparieren oder zu warten. Die Überprüfung der Funktionen von Bauteilen liegt genauso in deinen Händen wie das Auslesen von Fehlerspeichern. Allerdings sind die Ausbildungsinhalte stark abhängig von der Vertiefung, für die du dich bereits vor deiner Ausbildung entscheidest. Zur Auswahl stehen: 

  • Personenkraftwagentechnik
  • Nutzfahrzeugtechnik
  • Motorradtechnik
  • System- und Hochvolttechnik
  • Karosserietechnik

Abschluss

Nach der Abschlussprüfung deiner Ausbildung hast du den Abschluss als Kfz-Mechaniker-Geselle /-in in der Tasche. Damit kannst du dich nun auf dem Arbeitsmarkt bewerben. 

Spezialisierungen

Als Auszubildende /-r im Bereich der Kfz-Mechatronik kannst du dich für eine von fünf Vertiefungen entscheiden. Was genau die verschiedenen Schwerpunkte ausmacht und welcher dabei die interessanteste Spezialisierung für dich ist, kannst du mit den folgenden Kurzbeschreibungen herausfinden. 

Personenkraftwagentechnik

Im Aufgabengebiet der Personenkraftwagentechnik dreht sich alles um Fahrzeuge, die maximal neun Personen befördern können. Die Hauptaufgabe liegt in diesem Feld bei der Wartung und Instandhaltung solcher Verkehrsmittel. Neben der Prüfung von fahrzeugtechnischen Systemen nimmst du als Kfz-Mechaniker /-in der Personenkraftwagentechnik Reparaturen vor, tauschst Bauteile aus oder integrierst Sonderausstattungen und Zusatzeinrichtungen. Außerdem liegt die Kontrolle auf die Straßentauglichkeit der Automobile in deiner Hand, genauso wie die Kontrolle der Einhaltung der Abgaswerte. Ein weiterer Zweig, der in den letzten Jahren immer größer geworden ist, ist die Elektromobilität. Auch hier können Facharbeiter /-innen der Personenkraftwagentechnik tätig werden. 

Nutzfahrzeugtechnik

Bei dieser Vertiefung geht es um die Reparatur und Wartung größerer Nutzfahrzeuge. Darunter fallen Lkws, Baufahrzeuge, Busse oder auch Stadtreinigungsfahrzeuge. Du bist zuständig für die Kontrolle der fahrzeugtechnischen Systeme und überprüfst die jeweiligen An- und Aufbauten. Bei Bedarf rüstest du die Nutzfahrzeuge mit Sonderausstattungen aus oder setzt die gewünschten Zusatzsysteme instand. 

Motorradtechnik

Wie der Name bereits vermuten lässt, beschäftigst du dich in dieser Vertiefung ausschließlich mit Motorrädern. Du reparierst und wartest die Krafträder oder setzt Sonderwünsche verschiedener Kunden um. Eine Besonderheit dieses Bereiches: Du kümmerst dich nicht nur um Reparaturen und Wartungen, sondern stellst die Motorräder sogar selbst her

System- und Hochvolttechnik

Gilt dein Interesse Fahrzeugen, die einen Elektro- oder Hybridantrieb besitzen, dann bist du in dem Bereich der System- und Hochvolttechnik richtig. Hier geht es um die Wartung und Reparatur genau solcher Fahrzeuge. Außerdem stattest du diese Elektro- oder Hybridfahrzeuge mit Zubehör oder Zusatzeinrichtungen aus und integrierst bei Bedarf gewünschte Sonderausstattungen. 

Karosserietechnik

Der Bereich der Karosserietechnik ist interessant für dich, falls deine Leidenschaft bei der Wartung und Reparatur von Fahrzeugkarosserien liegen sollte. Du bist dafür zuständig, Schäden an Fahrzeugkarosserien einzuordnen und danach zu beheben. Dabei kann es sich genauso um einen Unfallwagen handeln, dessen Rahmen wieder in Form gebracht werden muss, wie einen Hagelschaden. In diesem Fall übernimmst du die Ermittlung der Dellentiefe und reparierst die Fahrzeugoberfläche. Im Anschluss kümmert sich der /die Kfz-Mechaniker /-in für Karosserietechnik noch um den entstandenen Lackschaden und führt gegebenenfalls Messungen zu dem Zustand der Bremse, der Klimaanlage oder des Dämpfungssystems durch. 

Kfz-Mechaniker /-in Motorradtechnik

Aufgaben

Das gesamte Aufgabenfeld der Kfz-Mechatronik dreht sich unabhängig von der Vertiefung rund um Reparaturen und Wartungsarbeiten verschiedener Fahrzeuge. In seltenen Fällen stellst du auch selbst Fahrzeuge her, größtenteils beschäftigst du dich aber mit der Montage oder Demontage einzelner Bauteile. Die Integration verschiedener Zubehörteile und Sonderausstattungen gehört dabei genauso zum Berufsfeld wie die Kontrolle der Bremsen, Dämpfsysteme oder Abgaswerte. Deine Arbeit sorgt dafür, dass die Fahrzeuge der straßentauglichen Normen entsprechen und ein sicheres Fahren garantiert werden kann. Die folgende Tabelle verdeutlicht dir die Aufgabengebiete der einzelnen Vertiefungsmöglichkeiten. 

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Praxisbeispiel

Um dir den Arbeitsalltag eines /-r Kfz-Mechanikers /-in zu verdeutlichen, stellen wir dir anhand des Beispiels von Jan einen klassischen Tag seines Berufslebens vor. 

Jan ist Kfz-Mechaniker für Personenkraftwagentechnik und arbeitet in einer Autowerkstatt. Sein Arbeitstag beginnt um 07:30 mit der ersten Aufgabe: Er muss einen Ölwechsel an einem PKW durchführen. Zuerst zieht er seine Arbeitskleidung an und macht sich dann an die Arbeit. Nachdem er mit dieser Aufgabe fertig ist, steht schon die nächste auf dem Plan. Ein anderes Auto benötigt eine Inspektion. Diese nimmt über drei Stunden von Jans Arbeitstag ein. Nach der anstrengenden Arbeit macht er eine Mittagspause mit seinen Kollegen. Im Anschluss an die Pause steht das nächste Fahrzeug bereit, an diesem müssen die Bremsen ausgetauscht werden. Im Anschluss wechselt Jan noch die Reifen. Bevor er an einem weiteren Fahrzeug eine Abgasdiagnose durchführt, nimmt er sich noch eine viertelstunde Pause. Nach der Abgaskontrolle kommt er dann zur letzten Aufgabe des Arbeitstages: Er muss eine neue Software für ein Airbagsteuergerät aufspielen, die vom Fahrzeughersteller herausgegeben wurde. Er folgt den schriftlichen Anleitungen, bis die Software erfolgreich für den PKW installiert wurde. Nach getaner Arbeit zieht sich Jan um und macht sich gegen 16:30 Uhr auf den Heimweg. 

Skillset

Die Ausbildungsjahre dienen dir dazu, die benötigten Fähigkeiten für dein späteres Berufsleben zu erlernen. Allerdings gibt es einige wenige Aspekte, die du bereits zu Beginn deiner Ausbildung vorweisen solltest. Diese lassen sich in Hard- und Softskills unterteilen.  

Hardskills

Unter die Hardskills fallen vor allem gute schulische Leistungen in Fächern wie Mathematik, Technik, Physik und Informatik. Daneben solltest du ein grundsätzliches Interesse an Technik besitzen. Dazu solltest du geschickt mit deinen Fingern arbeiten können, da einige Arbeiten in präziser Handarbeit ausgeführt werden müssen. 

Softskills

Häufig ist ein Bestandteil der Arbeit im Bereich der Kfz-Mechatronik auch Kundenkontakt. Daher zählen zu den Voraussetzungen ein offenes Sozialwesen und ein guter Umgang mit Menschen. Außerdem ist es unerlässlich, präzise und sorgfältig zu arbeiten, schließlich arbeitest du an Fahrzeugen, die bei falscher Funktionsweise zu tödlichen Konsequenzen führen können. Aufgrund der teilweise körperlich anstrengenden Arbeit musst du ebenfalls ein hohes Maß an Fitness vorweisen können. 

Bewerbung

Wenn du deine Bewerbung schreibst, willst du vor allem Eines: Aus dem großen Kreis an möglichen Bewerbern herausstechen. Im Bereich der Kfz-Mechanik kann es dir dafür besonders helfen, bestimmte Punkte von deinem Lebenslauf oder deinen Interessen hervorzuheben. Wenn dir praktisches Arbeiten liegt und du dich für Technik und Mechanik schon immer interessiert hast, dann kannst du das in deinem Anschreiben betonen. Gute Leistungen in Mathe, Physik, Informatik oder Werken sollten ebenfalls Erwähnung in deiner Bewerbung finden. Vielleicht hast du in deiner Freizeit schon Erfahrungen in einer Werkstatt sammeln können oder dort nebenberuflich gearbeitet. Auch das wirkt sich auf deine Bewerbung positiv aus. Soziale Fähigkeiten wie Bereitschaft zur Teamarbeit oder Hilfsbereitschaft können in deiner Bewerbung ebenfalls einen potenziellen Arbeitgeber von dir überzeugen. 

Einsatzorte

Viele Kfz-Mechaniker /-innen finden ihren Arbeitsplatz in der Automobilbranche. Sie arbeiten entweder direkt beim Hersteller von Kraftfahrzeugen oder auch bei Pannenhilfsdiensten. Der Arbeitsplatz liegt dort häufig in Werkstätten oder Fertigungshallen. Eine weitere Branche für Kfz-Mechanikerinnen bietet der Einzelhandel. Hier sind sie beispielsweise bei Autohäusern und Kraftfahrzeughändlern tätig oder arbeiten für Zulieferer. 


ausrufezeichen  Nice to Know

   Wusstest du schon, dass?

...der Beruf des /-r Kfz-Mechanikers /-in erst 2003 entstand? Er entwickelte sich aus den Teilbereichen der Kfz-Mechanik, Kfz-Elektrik und Automobilmechanik. 

...die Branche der Kfz-Mechatronik eine Männerdomäne ist? Auch wenn die Zahl der Frauen in diesem Beruf zunimmt, liegt der Männeranteil bei 90 Prozent. 


Gehalt: So viel verdienst du als Kfz-Mechaniker /-in 

Viele Auszubildende wollen vor Beginn der Ausbildung einen Überblick darüber haben, mit was für einem Gehalt sie während und nach der Ausbildung rechnen können. Auch wenn die Entscheidung nicht rein von der Frage des Finanziellen abhängig gemacht werden sollte, solltest  du dich über dein mögliches Gehalt informieren, da die Unterschiede sehr groß sein können. 

Die Gehaltsaussichten für Kfz-Mechaniker /-innen sind alles andere als schlecht und liegen sogar deutlich über den Gehältern, die in anderen Bereichen gezahlt werden. Bereits im ersten Lehrjahr verdienst du ein überdurchschnittliches Gehalt von rund 850 Euro brutto im Monat. Das steigert sich mit dem zweiten Lehrjahr, dort sind es bereits 900 Euro brutto, die du durchschnittlich im Monat verdienen kannst. Im dritten Lehrjahr kommt es erneut zu einer Erhöhung deines Gehalts, diese liegt bei 950 Euro Monatsbrutto im Durchschnitt. Vierstellig wird dein Gehalt dann im letzten Jahr deiner Ausbildung. Hier sind es im Durchschnitt 1.000 Euro, die den Auszubildenden der Kfz-Mechatronik im Monat als Bruttogehalt ausgezahlt werden. 

 

1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
850 Euro 900 Euro 950 Euro 1.000 Euro

 

Nach dem Ende deiner Ausbildung erhältst du ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 1.500 bis 1.900 Euro brutto im Monat. Im Laufe der Jahre wird sich durch deine steigende Berufserfahrung auch dein Gehalt weiter erhöhen. Die Durchschnittswerte eines Kfz-Mechaniker /-innen Gehalts liegen bei 2.520 Euro brutto monatlich. Dabei handelt es sich um die Bezahlung einer 38 Stunden Woche. Je nach Arbeitgeber kannst du dich auch über zusätzliche Bonuszahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld freuen, die dein Gehalt von Zeit zu Zeit ein wenig aufbessern können. 

Die Weiterbildungsmöglichkeiten 

Viele Berufstätige interessieren sich im Laufe der Zeit für Weiterbildungsmöglichkeiten, um entweder ihr Gehalt aufzubessern oder auch ihre beruflichen Kompetenzen zu steigern. Im Bereich der Kfz-Mechatronik gibt es dazu einige Möglichkeiten.  

Kfz- Servicetechniker /-in

Schon während deiner Ausbildung kannst du im letzten Jahr die Weiterbildung zum /-r Kfz-Servicetechniker /-in beginnen. Auch direkt nach dem Abschluss der Ausbildung hast du die Gelegenheit dazu. Im Rahmen der Weiterbildung konzentrierst du dich vor allem auf die Inspektion, Fahrzeugdiagnose, Instandhaltung sowie Instandsetzung. Das durchschnittliche Gehalt als Kfz-Servicetechniker /-in liegt bei 2.900 Euro brutto im Monat. Hierbei handelt es sich um eine zeitlich kurze Variante der Weiterbildung. Wenn du dich für die Option nach dem Ende deiner Ausbildung entscheidest, benötigst du bis zum fertigen Abschluss in Teilzeit gerade einmal ein halbes Jahr. 

Meister /-in

Wenn du dir die Arbeit als Chef /-in einer Werkstatt oder in einer anderen Führungsposition vorstellen kannst, dann kommt eine Weiterbildung zum /-r Meister /-in für dich infrage. In Vollzeit kannst du innerhalb eines Jahres den Zusatztitel erhalten und dich unter anderem damit selbstständig machen. Solltest du dich für die Teilzeitlösung interessieren, musst du mit 22 bis 28 Monaten rechnen, die du bis zu deinem Meistertitel benötigen wirst. Zu berücksichtigen sind bei einer Weiterbildung zum Meister die Kosten, die die Meisterkurse betragen. Insgesamt solltest du mit einem Betrag von 7.000 bis 9.000 Euro rechnen, der während der gesamten Zeit auf dich zukommen. Zur Finanzierung kann es helfen, sich nach geeigneten Stipendien umzuschauen. Mit der abgeschlossenen Meisterprüfung erhöhst du dein Gehalt auf durchschnittlich 3.400 Euro brutto im Monat.    

Studium

Wenn du dich für den akademischen Weg der Weiterbildung interessierst, musst du vor allem eine Hochschulzugangsberechtigung besitzen. Damit steht dir der Weg zum Studium offen. Allerdings musst du dir im Vorhinein darüber im Klaren sein, dass es sich hierbei um den zeitintensivsten Weg der Weiterbildung handelt. Für einen Bachelorabschluss benötigst du im Durchschnitt drei Jahre, sollte dann noch ein Master für dich infrage kommen, sind es insgesamt sogar fünf. Als Studiengang ist für Kfz-Mechaniker /-innen vor allem das Studium der Fahrzeugtechnik interessant. Das Gehalt eines /-r Ingenieurs /-in der Fahrzeugtechnik kann später bei 60.000 Euro brutto jährlich liegen. 

Alternative Berufe 

Feinwerkmechaniker /-in

Gilt dein Interesse weniger großen Fahrzeugen, sondern kleinen Präzisionsteilen, dann solltest du dir den Beruf des /-r Feinwerkmechanikers /-in genauer anschauen. Hier beschäftigst du dich täglich mit der Herstellung von feinmotorischen Geräten oder Maschinen, die teilweise auch in Handarbeit entstehen. 

Industriemechaniker /-in 

Wenn du Spaß an großen Maschinen und Fertigungsanlagen hast und du deine berufliche Zukunft in Fabriken und großen Betrieben siehst, kommt der Beruf des /-r Industriemechaniker /-in für dich infrage. Du kontrollierst und organisierst Produktionsabläufe und garantierst die reibungslose Funktionalität der eingesetzten Maschinen. 

Werkzeugmechaniker /-in

Solltest du dich für mechanische Einzelteile interessieren und schon immer Spaß an kleinen und großen Werkzeugen gehabt haben, kannst du dir den Beruf des /-r Wekzeugmechaniker /-in anschauen. Hier stellst du nicht nur wichtige Hilfsmittel für das Baugewerbe und die Industrie her, sondern versorgst mit deinen hergestellten Werkzeugen auch medizinische und chirurgische Betriebe.  

Häufig gestellte Fragen

Was braucht man um Kfz-Mechaniker zu werden?

Grundvoraussetzung für eine Ausbildung zum /-r Kfz-Mechaniker /-in ist ein Schulabschluss. Einige Betrieb stellen auch Lehrlinge ohne Schulabschluss an, allerdings ist das die Ausnahme. Die meisten Ausbilder /-innen erwarten einen Hauptschulabschluss oder sogar die mittlere Reife.  

Ist Kfz-Mechaniker ein guter Job?

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Kfz-Mechaniker /-innen sind sehr gut. Die Anzahl an Fahrzeugen auf den Straßen steigt und somit natürlich auch die Nachfrage. Außerdem sorgen regelmäßige Innovationen in der Branche für Aufwind. Somit sind auch die Aussichten für die Zukunft mehr als positiv. 

Was versteht man unter Mechatronik?

Als Mechatronik wird das Zusammenwirken von Mechanik und Maschinenbau, Elektronik und Elektrotechnik sowie der Informatik und Informationstechnik bezeichnet. 

Überblick: die wichtigsten Infos zum Beruf des /-r Kfz-Mechaniker /-in:

  • Die dual aufgebaute Ausbildung zum /-r Kfz- Mechatroniker /-in dauert dreieinhalb Jahre.    
  • Während du dich im Ausbildungsbetrieb mit den praktischen Tätigkeiten deines zukünftigen Berufs beschäftigst, sorgt die Berufsschule für den benötigten theoretischen Hintergrund. 
  • Dein Einstiegsgehalt nach der abgeschlossenen Ausbildung liegt zwischen 1.500 und 1.900 Euro Monatsbrutto.   
  • Wenn du deine Fähigkeiten und dein Gehalt verbessern möchtest, stehen dir als Kfz-Mechaniker /-in mehrere Wege der Fort- und Weiterbildung offen. Hiermit steigerst du deine beruflichen Kompetenzen, übernimmst verantwortungsvollere Aufgaben und erhältst ein höheres Gehalt.
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