Lehrermangel 2026: Wo ab jetzt die meisten Lehrkräfte fehlen und was du beachten solltest

Bild: generiert mit KI
Kurz und Knackig
Punkt 1: Lehrermangel 2026 heißt nicht: Überall fehlen gleich viele Lehrkräfte.
Punkt 2: Bis 2035 rechnet die KMK mit rund 356.000 benötigten Neueinstellungen, aber nur rund 329.000 neu ausgebildeten Lehrkräften aus dem Vorbereitungsdienst.
Punkt 3: Für dich kann der Mangel eine echte Chance sein
Du studierst Lehramt, denkst über einen Quereinstieg nach oder überlegst noch, ob Schule wirklich dein Ding ist? Dann lohnt sich ein Blick auf den Lehrermangel 2026. Denn die Frage ist nicht nur: „Fehlen Lehrer:innen?“ Sondern: Wo fehlen sie wirklich und was bedeutet das für deinen Berufseinstieg?
Lehrermangel 2026: Was bedeutet das eigentlich?
Definition: Lehrermangel bedeutet, dass Schulen nicht genug qualifizierte Lehrkräfte finden, um alle Stellen passend zu besetzen. Das kann zu Unterrichtsausfall, größeren Klassen, Mehrarbeit im Kollegium oder mehr Quer- und Seiteneinstiegen führen.
Wichtig: Die Lage ist je nach Bundesland, Schulform und Fach komplett unterschiedlich. Während es in manchen Bereichen später wieder entspannter werden kann, bleibt der Bedarf in anderen ziemlich hoch. Die KMK betont, dass einzelne Lehrämter und Länder auch langfristig Probleme haben können, ihre Einstellungsbedarfe zu decken.
Wo ist der Lehrermangel 2026 besonders stark?
Die kurze Antwort: Besonders gute Chancen hast du dort, wo Schüler:innenzahlen steigen, viele ältere Lehrkräfte in Pension gehen oder weniger Nachwuchs nachkommt. Das betrifft vor allem weiterführende Schulen, berufliche Schulen, Sonderpädagogik und bestimmte Mangelfächer. Die KMK nennt für Sekundarstufe I und berufliche Schulen über den gesamten Prognosezeitraum gute Einstellungschancen. Für Grundschule und Sonderpädagogik sieht sie vor allem 2025 bis 2027 akute Unterdeckungen.
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Bereich |
Lage ab 2026 |
Warum wichtig für dich? |
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Sekundarstufe I |
Gute Einstellungschancen |
Haupt-, Real-, Gesamt- und Mittelschulen suchen vielerorts Nachwuchs. |
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Berufliche Schulen |
Sehr gute Chancen |
Fachleute für berufliche Fächer sind schwer zu finden. |
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Sonderpädagogik |
Kurzfristig akute Engpässe |
Individuelle Förderung braucht besonders gut ausgebildete Lehrkräfte. |
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MINT-Fächer |
Weiter gefragt |
Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bleiben klassische Mangelfächer. |
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Grundschule |
Regional unterschiedlich |
Kurzfristig noch Engpässe, später teils Entspannung möglich. |
Lehrermangel 2026 nach Bundesland: Wo solltest du genauer hinschauen?
I mean: „Deutschland sucht Lehrkräfte“ klingt erstmal nach einem einheitlichen Problem. Ist es aber nicht.
Besonders angespannt ist die Lage häufig dort, wo mehrere Faktoren zusammenkommen: viele Pensionierungen, ländliche Regionen, steigende Schüler:innenzahlen oder schwierige Bedingungen bei der Besetzung einzelner Fächer. Das Deutsche Schulportal verweist auf große regionale Unterschiede; in westdeutschen Flächenländern sollen die Schüler:innenzahlen erst 2033 ihren Höchststand erreichen, während ostdeutsche Flächenländer früher wieder sinkende Zahlen erwarten.
Für deine Planung heißt das: Schau nicht nur auf „Lehramt ja oder nein“, sondern auf die Kombi aus Bundesland, Schulform und Fach. Ein Fach wie Mathe kann in einer Region Gold wert sein, während Deutsch/Geschichte am Gymnasium anderswo deutlich mehr Konkurrenz bedeutet.
Warum fehlen ab 2026 überhaupt so viele Lehrkräfte?
Der Lehrermangel 2026 hat mehrere Ursachen. Eine davon ist ziemlich simpel: Viele Lehrkräfte aus der Babyboomer-Generation gehen in Rente, während weniger junge Menschen nachrücken. Gleichzeitig bleiben die Schüler:innenzahlen laut Bildungsprognosen noch bis in die 2030er-Jahre hoch.
Dazu kommen Zuwanderung, mehr Bedarf an Sprachförderung, Inklusion, Ganztag und individueller Unterstützung. Das alles ist sinnvoll, braucht aber Personal. Und genau da wird es eng.
Auch die Ausbildung dauert lange. Wer heute mit Lehramt startet, ist nicht morgen fertig. Studium, Praxisphasen, Master oder Staatsexamen und Referendariat brauchen Zeit. Mehr Infos zum Weg in den Beruf findest du hier: Lehrer:in werden.
Was bedeutet der Lehrermangel 2026 für Studierende?
Für Lehramtsstudierende heißt das: Deine Jobchancen können sehr gut sein – aber nicht automatisch überall. Besonders stark sind deine Aussichten, wenn du Mangelfächer wählst, dir auch weniger „hippe“ Regionen vorstellen kannst oder offen für verschiedene Schulformen bist.
Das kannst du tun:
- Checke früh die Bedarfsprognosen deines Bundeslandes.
- Wähle Fächer nicht nur nach Interesse, sondern auch nach Bedarf.
- Mach Praktika an verschiedenen Schulformen.
- Sprich mit Referendar:innen, nicht nur mit Uni-Dozent:innen.
- Bleib flexibel beim ersten Arbeitsort.
Klingt erstmal nach viel Strategie, aber keine Sorge: Du musst dein ganzes Leben nicht mit 19 durchplanen. Es hilft schon, die Entwicklung mitzudenken.
Ist Quereinstieg wegen Lehrermangel 2026 eine gute Idee?
Kann sein, aber bitte nicht romantisieren. Quereinstieg bedeutet nicht: „Ich erkläre gern Dinge, also werde ich mal eben Lehrer:in.“ Schule ist Beziehungsarbeit, Stressmanagement, Fachvermittlung, Bürokratie und manchmal auch Krisenmodus.
Trotzdem öffnen viele Länder zusätzliche Wege ins Lehramt. Die KMK nennt unter anderem Ein-Fach-Lehrkräfte, duale Lehramtsstudiengänge und Quereinstiegs-Master als mögliche Bausteine gegen den Mangel.
Wenn du schon einen passenden Studienabschluss hast, kann der Quereinstieg spannend sein – besonders für berufliche Schulen oder MINT-Fächer. Lies dazu auch: Quereinsteiger:in Lehrer:in werden.
Welche Fächer lohnen sich besonders?
Besonders gesucht sind oft Mathe, Informatik, Physik, Chemie, Technik, berufliche Fachrichtungen und Sonderpädagogik. Auch Deutsch als Zweitsprache, Inklusion und Förderpädagogik werden wichtiger, weil Schulen immer heterogener werden.
Wichtig: „Lohnen“ heißt nicht nur Gehalt oder Verbeamtung. Es heißt auch: Passt das Fach zu dir? Kannst du es Jugendlichen erklären, ohne innerlich auszusteigen? Und hältst du es aus, wenn nicht jede Stunde läuft wie in deiner perfekten Unterrichtsskizze?
Mehr zum finanziellen Teil findest du hier: Lehrer-Gehalt.

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Jetzt lesenLehrermangel 2026 ist Problem und Chance zugleich
Der Lehrermangel 2026 ist kein Grund zur Panik, aber ein ziemlich klares Signal: Schulen brauchen Nachwuchs – nur eben nicht überall gleich stark. Wenn du Lehramt studierst oder über den Einstieg nachdenkst, solltest du Fächer, Schulform und Bundesland bewusst wählen.
Am besten sind deine Chancen, wenn du Bedarf und eigene Stärken zusammenbringst. Denn Schule braucht nicht einfach „irgendwen“, sondern Menschen, die fachlich fit sind und mit jungen Menschen arbeiten wollen.
Häufige Fragen zu Lehrermangel 2026
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