Die 10 peinlichsten Rechtschreibfehler im Anschreiben

Fehler im Anschreiben passieren, aber lieber nicht dir!
Das Anschreiben: Pflicht vor Kür
Beim Anschreiben zählt der erste Eindruck und der beginnt mit Rechtschreibung. Stil ist Kür, Orthografie Pflicht. Wenn die Rechtschreibung nicht stimmt, wirkt auch der Inhalt schwächer.
Viele Arbeitgeber denken dann schnell: Wer nicht korrekt schreibt, arbeitet auch nicht sorgfältig. Fehler bei „das“ und „dass“, beim Apostroph oder bei Wörtern wie „scheinbar“ und „anscheinend“ passieren schnell, wirken in Bewerbungen aber unprofessionell. Diese Liste zeigt dir zehn typische Fehler, die du vermeiden solltest.
Diese Fehler solltest du vermeiden
1. Idioten-Apostroph
Falsch gesetzter Oberstrich: Apostrophe werden zur Katastrophe, wenn man sie falsch einsetzt. Im Englischen darf der Apostroph dem Genitiv sein ''s'' anhängen. Im Deutschen soll er lediglich Verkürzungen leichter lesbar machen, etwa bei ''Sind Sie's?'' oder " 's wird Zeit ...".
2. Scheinbar perfekt
Nicht nur anscheinend falsch: ''Scheinbar'' und ''anscheinend'' werden oft identisch verwendet, haben aber unterschiedliche Bedeutung. Eine ''anscheinend'' gute Lösung ist höchstwahrscheinlich die richtige. Eine ''scheinbar'' gute Lösung ist mit Sicherheit die falsche.
3. Das Anrede-Risiko
Beschreiben oder adressieren: Ob ''Sie'', ''Ihnen'' oder ''Ihr'', prüf bei Großschreibung immer, ob das Wort tatsächlich als Anrede gemeint ist. Ist nämlich die Beschreibung einer Tätigkeit beabsichtigt, gehören diese Wörter kleingeschrieben.
4. Als oder wie?
Unterschiede und Gleichsetzung: Wer ''als'' und ''wie'' gemeinsam verwendet, kapituliert vor der Sprache. Das ''wie'' wird bei Vergleichen verwendet. Ist bei einem Satz dagegen eine Steigerungsform mit von der Partie, ist das ''als'' richtig.
5. Die "Er"-Falle
Nationale Adjektive: Alle Wörter, die sich aus geographischen Namen ableiten und auf ''er'' enden, werden großgeschrieben. Dagegen schreiben sich Adjektive auf ''-isch'' (''dänisch, chinesisch, polnisch'') grundsätzlich klein.
6. Wenn "seid" zum Himmel schreit
Gleicher Klang, andere Bedeutung: Die Wörter klingen identisch, aber meinen nicht dasselbe. ''Seit'' bezieht sich auf einen Zeitraum, ''seid'' dagegen ist eine unregelmäßige Form von ''sein''.
7. Die S-Kurve
Was passiert, wenn du die Rechtschreibreform ignorierst und nach wie vor ''daß'' statt ''dass'' schreibst? Dann entsteht beim Empfänger der Eindruck, du hättest noch nie von dieser Reform gehört – und bist auch sonst ein wenig lernfähiger Mensch.
8. Wort-Schöpfungen
Nicht nach Gehör schreiben: Jeder Lehrer kennt das von seinen Schülern. Manchmal schreiben sie die Wörter lautschriftlich aufs Papier und nicht so, wie sie eigentlich geschrieben werden.
9. "Das" nervt!
Dies und ''dass'': Dieser Fehler ist wohl der häufigste und schleicht sich nicht nur in Anschreiben und E-Mails, sondern sogar in renommierten Zeitungen ein: Das Relativpronomen ''das'', das sich – wie hier – auf ein Substantiv bezieht und dieses ersetzt, wird mit dem ''dass'' verwechselt, das als Konjunktion zwei Satzteile verbindet.
10. Große oder kleine Fehler
''An dem'' oder nur ''am''? Groß- oder Kleinschreibung– das ist hier die Frage. Für Tageszeiten gilt: Wenn sie nach Adverbien wie ''gestern'' oder ''morgen'' stehen, gelten sie als Substantive – und werden großgeschrieben.
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