Arbeiten als Netzwerkadministrator
Netzwerkadministratoren haben die Unternehmenssicherheit fest im Blick | GettyImages/AndreyPopov
Autor

20. Dez 2018

Celina Kumpernatz

Berufsbilder

Netzwerkadministrator - der digitalen Vernetzung auf der Spur

Diese Fähigkeiten solltest du als Netzwerkadministrator (m/w) besitzen:

  • Systematisches und analytisches Denken
  • Teamfähigkeit
  • Multitasking
  • Arbeiten unter Zeitdruck
  • Eigenständigkeit und Einsatzbereitschaft
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Betriebswirtschaftliches Verständnis
  • Sicherer Umgang mit Netzwerkarchitekturen

Fachliche Anforderungen:

  • Kenntnisse von Clients und Servern wie Unix- oder Linux Server und / oder Microsoft Server
  • Kenntnisse über Datenbanksystemen wie z.B. MySQL, Oracle, DB2 oder ADABAS
  • Script-Sprachen wie Python oder JavaScript

Das Berufsbild

Das Berufsbild des Netzwerkadministrators, auch als Systemadministrator bekannt, ist ziemlich breit gefächert, denn in der IT-Branche gilt, Netzwerkadministrator ist nicht gleich Netzwerkadministrator. Netzwerkadministratoren verfügen in der Regel über ein umfassendes Wissen, die Expertise spezialisiert sich jedoch meist auf einen bestimmten Bereich. Bei ihrer Arbeit verwalten Netzwerkadministratoren Computersysteme mit Hilfe umfassender Zugriffsrechte das System des Unternehmens.

Aktuell besonders gefragt und zu den wichtigsten IT-Trends zählt das Expertenwissen zu Cloud-Lösungen. Sichere Cloud-Infrastrukturen bieten Unternehmensprozessen Qualität, Schnelligkeit sowie Effizienz. Ein weiterer wichtiger Faktor, der durch Cloud-Lösungen garantiert wird, ist die Flexibilität, da Daten jederzeit und von überall abrufbar sind. So wird auch ein geringer Aufwand für zukünftige Installationen und Updates geschaffen. Dies vereinfacht Prozesse enorm und hilft vor allem zu Zeiten der Globalisierung. Hast du dich auf Cloud-Lösungen spezialisiert, gehörst du in der Branche zu den sehr gefragten Experten.

Aber auch andere Bereiche sind von hoher Relevanz in der IT-Branche. Vor allem die IT-Sicherheit von Rechnersystemen sowie -netzwerken werden in Unternehmen großgeschrieben. Auch hier überzeugt der Netzwerkadministrator mit seinem Fachwissen. Weitere Bereiche sind beispielsweise allgemein das Netzwerkmanagement, die Netzwerktechnik, die Netzwerkadministration oder Netzwerkdatenbanken.

Die Aufgaben von Netzwerkadministratoren

Der Aufgabenbereich eines Netzwerkadministrators ist ziemlich breit gefächert und spiegelt eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit wider. Diese Aufgaben erwarten dich in deinem Job:

  • Verantwortung über den Ablauf der jeweiligen Geschäftsprozesse
  • Übernahme einer entscheidenden Berater- und Betreuungsfunktion
  • Gewährleistung eines störungsfreien internen und externen Datenverkehrs
  • Installation, Konfiguration und Wartung von Komponenten und Systemen
  • Planung von Bedarf an Hard- und Software
  • Überprüfung der IT-Sicherheit sowie Sicherung der Systeme vor Angriffen
  • Verwaltung von Anwendungs- und Nutzerrechte
  • Informieren über aktuelle Trends und Entwicklungen in der IT-Branche
  • Datensicherung und Datenwiederherstellung
  • Softwareverteilung
  • Umsetzung neuer Sicherheitskonzepte

So wirst du Netzwerkadministrator

Wenn du dich dazu entschieden hast Netzwerkadministrator zu werden, gibt es nicht den einen richtigen Weg, um dies erfolgreich in die Tat umzusetzen. Häufig finden sich Auszubildende mit einer fachähnlichen Ausbildung wie z.B. zum Fachinformatiker oder zum IT-Systemkaufmann in diesem Beruf wieder. In der Regel beginnt der Weg zum Job über ein klassisches Informatik-Studium an einer Hochschule. Jedoch schaffen auch Absolventen aus z.B. dem Studiengang der Naturwissenschaften oder aus Ingenieurstudiengängen den Einstieg in das Berufsbild. Das Informatik-Studium ist sehr beliebt, daher kannst du es flächendeckend an nahezu allen Universitäten in Deutschland studieren. Während des Studiums kannst du dich auf mehrere Schwerpunkte spezialisieren, beispielsweise auf die technische Informatik. Das Bachelor-Studium der Informatik dauert in der Regel 6 bis 7 Semester, anschließend kannst du dich auch noch für ein Master-Studium entscheiden. Dies umfasst 3 bis 4 Semester. Neben der Theorie, die du während deines Studiums erlernst, ist es genauso wichtig bereits Praxiserfahrungen zu sammeln, z.B. durch Praktika oder Werkstudentenjobs. Diese helfen dir auf jeden Fall bei deinem späteren Berufseinstieg und werden von deinem zukünftigen Arbeitgeber gerne gesehen.

Um den Beruf auszuüben, bedarf es jedoch nicht notwendigerweise ein abgeschlossenes Studium. Viele Berufstätige haben ihre Karriere als Quereinsteiger begonnen beispielsweise mit Hilfe von Weiterbildungen. Hersteller von Netzwerksystemen bieten zudem Quereinsteigern die Möglichkeit, mit Hilfe eines Zertifikats sich für den Berufseinstieg als Netzwerkadministrator zu qualifizieren.

In allen Branchen einsetzbar

Der Bedarf nach Netzwerkadministratoren ist groß, daher können sie in allen Branchen und Sektoren der Wirtschaft eingesetzt werden. Denn alle Unternehmen sind auf eine funktionierende IT angewiesen. Mögliche Branchen, in denen du als Netzwerkadministrator /-in arbeiten könntest sind z.B.:

  • Elektronik
  • Finance
  • Consulting
  • Maschinenbau
  • Automobilindustrie
  • Chemieindustrie

In den jeweiligen Branchen arbeitest du als Netzwerkadministrator in IT-Unternehmen oder als IT-Experte in Unternehmen aller Art, wenn diese innerhalb des Unternehmens der IT einen entsprechenden selbstständigen Stellenwert eingeräumt haben. In größeren Unternehmen arbeitest du dann neben Fachinformatikern oder IT-Systemelektroniker zusammen an dem IT-Netzwerk des Unternehmens. In kleineren Unternehmen bist du oft alleine für die jeweiligen Aufgaben verantwortlich.

Die Work-Life Balance in der IT-Branche

Als Netzwerkadministrator darfst du dich in der Regel über ausgeglichene Arbeitszeiten freuen. In gewissen Stoßzeiten, wenn beispielsweise neue Hard- oder Software implementiert und somit Firmenprozesse erneuert werden müssen, kann auch schon mal Wochenendarbeit auf dem Programm stehen. So gewährleistest du den laufenden Betrieb nicht zu stören, so dass innerhalb der Woche jeder normal seiner Arbeit nachgehen kann. Auch musst du flexibel sein, falls es mal unerwartete Störungen gibt, dann musst du immer Einsatzbereit sein und die Störungen schnellstmöglich beheben. Überstunden sind dann vorprogrammiert.

Die Gehaltsaussichten

Während deines Informatik-Studiums erhältst du noch keine Bezahlung, es sei denn du arbeitest neben deinem Studium z.B. als Werkstudent / -in. Benötigst du während des Studiums oder der Ausbildung finanzielle Unterstützung, besteht die Möglichkeit unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Bafög zu erheben. Hast du dein Studium endlich erfolgreich absolviert und kannst endlich in die Berufswelt starten, kannst du dich über dein erstes Gehalt freuen. Das Gehalt des Netzwerkadministrators befindet sich genau im Mittelfeld der IT-Gehälter. Netzwerkadministratoren können mit einem Einstiegsgehalt bis zu 2500 Euro brutto im Monat rechnen. Mit den Jahren sammelst du jedoch immer mehr Berufserfahrung und übernimmst gegebenenfalls auch mehr Verantwortung oder sogar eine Führungsposition. Das macht sich auch bei deinem Gehalt bemerkbar. Mehr Gehalt erhältst du zudem auch, wenn du bei einem größeren Unternehmen arbeitest. Demnach kannst du monatlich um die 8000 Euro brutto oder sogar mehr verdienen. Weitere Faktoren, die bei der Höhe deines Gehalts eine Rolle spielen, sind beispielsweise, ob du ein Studium abgeschlossen hast oder als Quereinsteiger in diesem Beruf arbeitest. Noch wichtiger jedoch ist es, welche Praxiserfahrungen du mitbringst, da Unternehmen darauf einen großen Wert legen. Arbeitest du im Süden Deutschlands, darfst du dich auch über höhere Gehaltsaussichten freuen, als wenn du in den neuen Bundesländern wie z.B. Thüringen arbeitest.

Möchtest du nicht in einem Unternehmen als Netzwerkadministrator arbeiten, sondern bist lieber dein eigener Chef, hast du die Möglichkeit als Freelancer zu arbeiten. Der Stundensatz eines freiberuflichen IT-Netzwerkadministrators liegt durchschnittlich bei ca. 70 Euro pro Stunde.

Berufsaussichten in der IT-Branche

Die Berufsaussichten des Netzwerkadministrators versprechen sehr gute Perspektiven.  IT-Experten werden von vielen verschiedenen Unternehmen in zahlreichen Branchen benötigt, das erhöht auch deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt und sichert dir eine vielversprechende Karriere in der IT-Branche mit guten Gehaltsaussichten.

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