Berufsbild Redakteur
Als Redakteur / -in entwickelst du gemeinsam mit deinen Kolleginnen und Kollegen Ideen für die besten Geschichten. | Foto: fauxels/Pexels
Autor

12. Nov 2019

Lina Wiggeshoff

Berufsbilder

Redakteur: Alle Infos zum kreativen Beruf!

Der Beruf des Redakteurs (m/w) passt zu dir, wenn du:

  • kreativ bist und eigene Ideen einbringst.
  • keine Angst hast, auch mal kritische Fragen zu stellen.
  • offen auf Menschen zugehst.
  • eine sichere Ausdrucksweise im gesprochenen und geschrieben Wort hast.
  • dich für die aktuellen Nachrichten interessierst.
  • im Alltäglichen spannende Geschichten entdeckst.

 

Inhaltsverzeichnis

1. Ausbildung
2. Aufgaben
3. Einsatzorte
4. Gehalt
5. Berufsaussichten
6. Überblick

Ausbildung zum Redakteur / zur Redakteurin ? Ablauf und Voraussetzungen

Wenn du dich für den Beruf des Redakteurs / der Redakteurin entscheidest, gibt es für die Ausbildung verschiedene Wege. Ein Studium der Journalistik, Medienwissenschaften oder Kommunikationswissenschaften kann ein erster guter Schritt sein, oder die Ausbildung an einer Journalistenschule. Aber auch mit einem "medienfremden" Studium wie Politik oder Wirtschaft kannst du in der Medienbranche arbeiten. Um in einer Redaktion als Redakteur angestellt zu werden, brauchst du nämlich vor allem eins: Praxiserfahrung.

Neben Praktika gibt es deshalb in der Ausbildung zum Redakteur / zur Redakteurin eine ganz besondere Möglichkeit, praktische Erfahrung zu sammeln: das Volontariat. In einem Zeitraum von meistens zwei Jahren lernst du im Volontariat alle Arbeitsabläufe genau kennen. Und: Du verdienst schon dein erstes Geld. Oft ist ein Volontariat außerdem eine gute Gelegenheit, in einer Redaktion Fuß zu fassen und auch weiter dort zu arbeiten.

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Foto: gettyimages/structuresxx

Unterschiede zwischen Redakteur und Journalist

Die Berufsbilder Redakteur / -in und Journalist / -in werden oft als Synonyme verwendet. Viele Redakteure / Redakteurinnen würden sich wohl auch selbst als Journalisten / Journalistinnen bezeichnen. Allerdings gibt es zwischen den beiden Berufen einige Unterschiede. Redakteur / -in ist zunächst einmal eine Positionsbezeichnung. Also in erster Linie jemand, der fest in einer Redaktion angestellt und dort zum Beispiel für ein Ressort zuständig ist. Journalist / -in hingegen kann sich erst einmal jeder nennen, die Berufsbezeichnung ist nicht rechtlich geschützt. Viele Journalisten und Journalistinnen, die keine Redakteure / Redakteurinnen sind, arbeiten zum Beispiel freiberuflich für Redaktionen. 

Die Aufgaben eines Redakteurs / einer Redakteurin

Als Redakteur /-in produzierst du Beiträge für verschiedene Medien. Das kann ein Bericht in einer Tageszeitung, ein Interview in einem Lifestyle-Magazin oder eine Reportage im Radio oder Fernsehen sein. Du kannst dich dabei auf ein einzelnes Medium, aber auch auf ein Ressort ? wie zum Beispiel Politik oder Wirtschaft ? spezialisieren.

Der Arbeitsalltag eines Redakteurs / einer Redakteurin lässt sich pauschal schlecht beschreiben, da er sich von Medium zu Medium unterscheidet. Meist gibt es mehrere Redaktionskonferenzen, in denen über die für das eigene Medium wichtigen Themen und deren Umsetzung gesprochen wird. Oft gibt es außerdem Außentermine, wie Pressekonferenzen, zu denen du geschickt wirst. Eine der Hauptaufgaben des Redakteurs / der Redakteurin ist es, eigene Geschichten zu recherchieren und auszuarbeiten, bis am Ende das fertige Produkt entsteht.


Redakteur Pressekonferenz


Einsatzorte eines Redakteurs / einer Redakteurin

Redakteure / -innen arbeiten vor allem bei unterschiedlichen Medien, also zum Beispiel bei einer Zeitung, beim Fernsehen, Radio oder auch in Online-Redaktionen. Aber auch bei Nachrichtenagenturen, Pressestellen oder Unternehmen in der Filmwirtschaft gibt es Stellen für Redakteure / Redakteurinnen. Eben da, wo redaktionelle Beiträge in Schrift, Ton oder Bild erstellt werden. 

Welche Redaktion zu dir passt, kann von unterschiedlichen Faktoren abhängen. Gibt es ein Medium, das dich besonders interessiert? Möchtest du gerne für eine bestimmte Zielgruppe Beiträge produzieren? Wie tagesaktuell willst du berichten? Insgesamt bietet die Stelle des Redakteurs /der Redakteurin einerseits die Möglichkeit, viele verschiedene Themen zu behandeln. Bei einem lokalen Medium zum Beispiel berichtest du über alles, was in deiner Stadt passiert. Du kannst dich aber auch spezialisieren, sei es in einer Wirtschaftsredaktion einer großen Zeitung oder bei einem Special-Interest-Magazin über Mode oder Autos. 

Das Gehalt

Auch das Gehalt kann in diesem Beruf sehr unterschiedlich sein. Für festangestellte Redakteure / Redakteurinnen bei Zeitungen oder Zeitschriften gibt es einen Tarifvertrag. Allerdings gilt dieser Vertrag nur, wenn der jeweilige Arbeitgeber eine Tarifbindung hat. Mittlerweile wird diese allerdings von vielen Verlägen umgangen, indem sie in einem Verlegerverband als OT-Mitglied (ohne Tarifbindung) eingetragen sind oder Redakteure / Redakteurinnen in eigenständige Gesellschaften ausgelagert werden. Wer nach dem Tarifvertrag bezahlt wird, erhält im ersten Jahr,  je nach Qualifikation (zum Beispiel ein abgeschlossenes Volontariat), eine Bezahlung von 2.900 bis 3.100 Euro brutto im Monat vor. Je länger die Redakteure / Redakteurinnen in der Redaktion tätig sind, desto mehr Geld gibt es. So steigt das Gehalt nach neun Jahren auf ca. 4.200 Euro brutto im Monat an.

Neben der Dauer der Beschäftigung ist auch die Größe eines Unternehmens für das Gehalt eines Redakteurs / einer Redakteurin entscheidend. Je größer das Unternehmen, desto mehr Geld gibt es meist. Insgesamt liegt das durchschnittliche Gehalt eines Redakteurs / einer Redakteurin in Deutschland zwischen 3.000 und 3.500 Euro brutto im Monat.

Die Berufsaussichten

Die Medienbranche befindet sich im Umbruch. Besonders Zeitungen haben Probleme, ihre Auflagenzahlen zu halten und versuchen bisher meist vergeblich, mit ihren Online-Angeboten diese Verluste zu kompensieren. Auch andere Medien suchen noch eine Antwort auf die Frage, wie sich in Zeiten der Digitalisierung mit ihren Produkten online am besten Geld verdienen lässt

Einen unbefristeten Vertrag in einem Medienunternehmen zu bekommen, ist deshalb schwierig geworden und freie Stellen sind heiß umkämpft. Die Entwicklung bietet für den Beruf des Redakteurs / der Redakteurin allerdings auch Chancen. Durch die Digitalisierung gibt es viel mehr Möglichkeiten, Themen online umzusetzen und sie zu verbreiten. Mit innovativen Ideen und Erfahrungen in diesem Bereich kannst du in Bewerbungsgesprächen punkten.

Überblick: Alle Infos zum Beruf des Redakteurs (m/w)

  • Es gibt viele verschiedene Ausbildungswege zum Beruf des Redakteurs / der Redakteurin.
  • Die Einsatzorte sind vielfältig, von klassischen Medien wie Zeitung und Radio bis zu Online-Magazinen oder Nachrichtenagenturen.
  • Online-Affinität wird in der Branche immer wichtiger.
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