Die duale Ausbildung - der Ablauf
Bei der dualen Ausbildung wirst du optimal auf die Arbeitswelt vorbereitet | GettyImages/Creative-Touch
Autor

02. Okt 2018

Celina Kumpernatz

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Die duale Ausbildung

Was du über diese Ausbildungsart wissen solltest

Ablauf der dualen Ausbildung

Die duale Ausbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie an zwei unterschiedlichen Ausbildungsorten stattfindet. In der Berufsschule wird dir das erforderliche Fachwissen vermittelt, im Betrieb kannst du dein Wissen in der Praxis anwenden und dies ermöglicht Azubis eine praxisorientierte Qualifikation, die ihnen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen sollen. Auch im Ausland ist das duale Ausbildungssystem daher sehr anerkannt.

Die duale Ausbildung ist bundesweit durch geltende Ausbildungsordnungen einheitlich geregelt. So wird gewährleistet, dass alle Azubis das gleiche Wissen vermittelt bekommen und die gleichen Qualifikationen vorweisen können. Das sorgt auch dafür, dass sich Arbeitgeber auf gleichqualifizierte Arbeitskräfte verlassen können.

Der Unterricht an der Berufsschule findet in der Regel an bis zu 2 Tagen in der Woche statt, die restlichen Tage verbringst du in deinem Ausbildungsbetrieb. Es gibt jedoch auch das Modell, dass der Unterricht als Blockveranstaltung angeboten wird, hier wechseln sich der Unterricht und die Zeit im Betrieb dann wöchentlich ab. Die duale Ausbildung dauert zwischen 2,5 und 3,5 Jahren. Die Ausbildungsdauer kann jedoch auch bei besonders guten Noten verkürzt werden oder wenn du bereits berufliche oder schulische Vorbildungen vorweisen kannst. Um wie viel die Ausbildungsdauer genau verkürzt werden kann, hängt von der ursprünglichen Dauer deiner Ausbildung ab.

Voraussetzungen für die duale Ausbildung

Um eine duale Ausbildung beginnen zu können, musst du keine allgemeinen Voraussetzungen erfüllen. Jedoch sind das duale System an sich und die einzelnen Ausbildungsplätze sehr beliebt. Bei hoher Bewerbernachfrage legen die Unternehmen oftmals eigene Voraussetzungen fest, wie beispielsweise gute Noten oder die Art des Schulabschlusses. Daher solltest du dich schon frühzeitig nach passenden Ausbildungsplätzen umsehen und am besten schon in den letzten beiden Schuljahren für dich entscheiden, in welcher beruflichen Richtung du dir eine duale Ausbildung vorstellen kannst. Unternehmen schreiben ihre Ausbildungsplätze meistens schon ein Jahr vor Ausbildungsbeginn aus, deine Bewerbung solltest du daher rechtzeitig abschicken.

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die einzelnen Ausbildungsverordnungen der Berufe regeln den Ablauf der jeweiligen dualen Ausbildung. Dazu gehören auch die Rahmenbedingungen sowie deine Rechte und Pflichten als Azubi.

Weitere Einzelheiten der Ausbildungen werden dann durch den Ausbildungsvertrag festgelegt. Die IHK (Industrie- und Handelskammer)  oder die HWK (Handwerkskammer) sind für die Kontrolle und Prüfung der Ausbildungsinhalte zuständig.

Prüfungen und Abschluss

Um die duale Ausbildung erfolgreich abschließen zu können, musst du dich der Zwischenprüfung und der Abschlussprüfung stellen.

Die Zwischenprüfung dokumentiert deinen Fortschritt und deinen aktuellen Wissensstand. Meisterst du am Ende der Ausbildung auch noch die Abschlussprüfung, hast du deine duale Ausbildung erfolgreich absolviert.

Aber auch nach der Ausbildung muss mit dem Lernen noch lange nicht Schluss sein. Weiterbildungen, eine Zweitausbildung oder auch ein Studium an einer Hochschule ermöglichen dir immer auf dem aktuellsten Stand zu bleiben und gute Karrierechancen.

Beliebte Berufe in der dualen Ausbildung

Es gibt fünf gängige Ausbildungsbereiche, in denen am häufigsten das duale Ausbildungssystem angeboten wird:

  • Industrie und Handel z.B. Bankkaufmann, Bürokauffrau
  • Handwerk z.B. Brauer und Mälzer, Maler und Lackierer
  • Landwirtschaft z.B. Forstwirt, Gärtner
  • Öffentlicher Dienst z.B. Justizfachangestellter, Vermessungstechniker
  • Freie Berufe z.B. Steuerfachangestellter, Tiermedizinischer Fachangestellter

Es gibt jedoch noch viele weitere Ausbildungsberufe im dualen System. Die Auswahl ist sehr groß und vielfältig. Kommt die duale Ausbildung für dich in Frage, findest du bestimmt auch den passenden Beruf für den Beginn deiner Karriere.

Gehaltsmöglichkeiten

Als Auszubildender im dualen System hast du einen Anspruch auf eine angemessene Vergütung. Diese wird je nach Branche, Betrieb und deinen Voraussetzungen festgelegt. Im Durchschnitt verdient ein Azubi zwischen 250 und 1000 Euro brutto im Monat. Wenn du nach einem Tarifvertrag arbeitest, ist dein Gehalt fest vorgeschrieben.

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