Lebenslauf Praktikum: So gestaltest du ihn richtig!

Lebenslauf Praktikum am Laptop schreiben

Ob Praxissemester oder Schulpraktikum, so gestaltet du die Bewerbungsunterlagen richtig!

Elena  Weber Elena Weber, 05.03.2026  |  Lesedauer: 14 Minuten

Lebenslauf fürs Praktikum: So überzeugst du mit wenigen Stationen

Für ein Praktikum brauchst du keinen langen Lebenslauf. Wichtig ist vor allem eine klare Struktur und relevante Informationen. Gerade bei Schülern und Studierenden reicht meist eine Seite, auf der Personaler schnell erkennen können, was du mitbringst.

Was gehört in einen Lebenslauf?

Auch bei der Bewerbung für ein Praktikum gilt, dass in einen Lebenslauf nur die Dinge gehören, die wirklich relevant sind. Überlege dir, welche Angaben auch einen Bezug zum Praktikumsplatz haben. Neben diesen individuellen Punkten, die du in deinen Lebenslauf aufnehmen kannst, gibt es allerdings vier große Blöcke, die auf jeden Fall in deinen Lebenslauf gehören:

 

  1. Persönliche Daten
  • Name
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • optional: Link zu deinem Profil bei LinkedIn

2. Ausbildung

  • Schule oder Studium
  • aktueller Abschluss oder Studiengang
  • ggf. Schwerpunkte oder relevante Kurse

 

3. Praktische Erfahrungen

Hier kannst du alles aufführen, was erste Berufserfahrung zeigt, zum Beispiel:

  • Praktika
  • Nebenjobs
  • Projekte im Studium
  • ehrenamtliche Tätigkeiten

4. Kenntnisse und Skills

Zum Beispiel:

  • Sprachkenntnisse
  • Software oder Tools
  • technische Fähigkeiten

 

5. Interessen (optional)

Hobbys können sinnvoll sein, wenn sie etwas über deine Persönlichkeit oder Fähigkeiten zeigen. Oder wenn sie etwas mit deinem Praktikum zu tun haben könnten. Beispielsweise, dass du gerne Videos drehst oder Fotos machst und du machst im Social Media oder Content-Bereich ein Praktikum.

So baust du deinen Lebenslauf fürs Praktikum auf

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, deinen Lebenslauf aufzubauen. Wir starten mit dem ausführlichen Lebenslauf und dem tabellarischen Lebenslauf:

Ausführlicher Lebenslauf

Bei einem ausführlichen Lebenslauf schreibst du einen Fließtext, der einen tiefen Einblick in dein Leben erlaubt. Einen ausführlichen Lebenslauf verlangt heutzutage aber eigentlich kein Arbeitgeber mehr. In der Regel ist ein tabellarischer Lebenslauf erwünscht, wenn es in der Ausschreibung nicht ausdrücklich anders gewünscht ist. Dieser sollte ein bis maximal drei Seiten lang sein. Wenn du noch zur Schule gehst und dich auf ein Praktikum bewirbst, wird dein Lebenslauf in der Regel aber nicht länger als eine Seite sein, da du noch nicht so viel berufliche Erfahrung sammeln konntest.

Tabellarischer Lebenslauf

Beim tabellarischen Lebenslauf listest du deine Angaben in Stichpunkten auf. Das ist sehr übersichtlich und für eine /-n Personaler /-in sehr schnell zu lesen. Bei der zeitlichen Reihenfolge kannst du deinen Lebenslauf sowohl antichronologisch (zeitlich absteigend) als auch chronologisch (zeitlich aufsteigend) aufbauen:

  • antichronologischer Lebenslauf: Beim antichronologischen Lebenslauf nennst du deine aktuelle Position zuerst. Er wird auch amerikanischer Lebenslauf genannt und hat einige Vorteile: Der/die Personaler /-in sieht deine aktuellen Qualifikationen auf den ersten Blick ganz oben und muss nicht erst bis zum Ende lesen.
  • chronologischer Lebenslauf: Beim chronologischen Lebenslauf fängst du ganz am Anfang deines Lebens an, aufzuzählen und nennst deine aktuelle Position erst ganz zum Schluss.

Bei den Zeitangaben solltest du auf folgendes Schema zurückgreifen: MM/JJJJ, wobei MM für den Monat steht und JJJJ für das Jahr. Du gibst also für jeden Abschnitt deines Lebens auch den exakten Zeitraum an. Egal, für welche Art von Lebenslauf du dich entscheidest: Bleibe auf jeden Fall einheitlich! Wenn du deinen Bildungsweg also chronologisch aufbaust, solltest du das auch im Bereich von Berufserfahrungen oder bisherigen Praktika machen.

Lebenslauf gestalten Möglichkeiten

Lebenslauf gestalten: So machst du es richtig!

Zu einer guten Bewerbung gehört auch ein professionell gestalteter und gut strukturierter Lebenslauf. Wir zeigen dir, worauf du beim Lebenslaif gestalten achten solltest und für welche Berufsgruppe was angemessen ist.

Jetzt lesen

Gestaltung und Layout des Lebenslaufs

Du solltest deinen Lebenslauf so gestalten, dass der/die Personaler /-in sich einen schnellen Überblick über dich, deine Qualifikationen und Kenntnisse verschaffen kann. Achte also auf ein übersichtliches Lebenslauf Layout und lasse unnötige Angaben weg. Bei einer Bewerbung für einen Praktikumsplatz ist eine DIN-A4-Seite meist völlig ausreichend.

Es gibt zwar keine verbindlichen Vorgaben für einen Lebenslauf, aber es gibt die sogenannte DIN 5008. Die DIN 5008 ("Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung") legt fest, welche Gestaltung sinnvoll für geschäftliche Schriftstücke ist – also auch Empfehlungen für Schriftart und Schriftgröße. Zuletzt wurde die DIN 5008 im März 2026 aktualisiert. Seitdem werden für Lebensläufe folgende Empfehlungen gegeben:

Schriftgröße und Schriftart

Es gibt keine festgelegte Schriftart und Schriftgröße. Die DIN 5008 empfiehlt aber, eine schlichte, serifenlose Schriftart zu nutzen, etwa Helvetica, Georgia, Arial oder Calibri. Außerdem lassen sich die meisten Schriftarten bei Schriftgröße 12 am besten lesen. Auf schnörkelige und verspielte Schriftarten solltest du unbedingt verzichten.

Seitenränder

Bei den Seitenrändern solltest du ausreichend Platz zu allen Seiten lassen: nach oben 4,5 cm Abstand, nach unten und nach links 2,5 cm Abstand und nach rechts 2 cm Abstand.

Stationen im Leben aufzählen

Deine beruflichen und akademischen Stationen im Lebenslauf zählst du mit Hilfe von Zeitangaben auf. Lege dir dafür im Lebenslauf am besten zwei Spalten an. Dann schreibst du in die linke Spalte, von wann bis wann du etwas absolviert hast – also MM/JJJJ - MM/JJJJ. In der rechten Spalte notierst du dann den Inhalt.

Junger Mann korrigiert etwas auf einem Stehtisch.

Lebenslauf Layout: Ab wann es too much wird!

Ein ansprechendes und übersichtliches Layout beim Lebenslauf ist die Eintrittskarte zum Bewerbungsgespräch.

Jetzt lesen

Persönliche Angaben und Kontaktdaten

Als Überschrift deines Lebenslaufs solltest du ihn auch betiteln. Schreibe dort also einfach "Lebenslauf" hin. Vielleicht ist dir auch schon mal "Curriculum Vitae" untergekommen. Das ist lateinisch und steht für Lebenslauf. Anschließend folgen deine persönlichen Angaben und Kontaktdaten: Vor- und Nachname, Adresse sowie Wohnort, Geburtsdatum, Handy- oder Telefonnummer sowie eine E-Mail-Adresse. Wichtig ist, dass du eine professionelle E-Mail-Adresse verwendest, die zum Beispiel aus deinem Vor- und Nachnamen besteht. Private Adressen wie "baddie005@" gehen gar nicht.

Familienstand und Staatsangehörigkeit sowie ein Bewerbungsfoto sind zwar keine Pflichtangaben, werden aber gerne gesehen. Vor allem ein professionelles Foto von dir kann direkt einen guten Eindruck machen und dir Sympathiepunkte bringen.

Schulische und akademische Laufbahn

Nach deinen persönlichen Angaben folgen nun die Angaben zu deiner Schulzeit und deinem Studium. Falls du noch zur Uni gehst, solltest du diesen Bereich in die schulische Laufbahn und die akademische Laufbahn aufteilen. Wenn du noch Schüler:in bist, reicht es, wenn du bei deiner schulischen Laufbahn bleibst.

Bei der schulischen Laufbahn führst du natürlich alle deine Schulen auf, die du besucht hast. Wenn du bereits einen Abschluss an einer Schule erworben hast, solltest du ebenfalls erwähnen, welchen Abschluss du erlangt hast. Das Gleiche gilt für deine akademische Laufbahn. Hier listest du auf, von wann bis wann du an welcher Uni welches Fach studiert hast. Auch hier solltest du erwähnen, ob du schon einen Abschluss gemacht hast – und wenn nicht, dann solltest du aufschreiben, welchen Abschluss zu anstrebst.

Berufserfahrung und andere Praktika

Wenn du dich das erste Mal für ein Praktikum bewirbst und noch zur Schule gehst, wirst du noch nicht viele Berufserfahrungen haben. Das ist aber gar nicht schlimm, da du ja noch am Anfang deines  Berufslebens stehst.

Solltest du doch schon die ein oder andere Erfahrung gemacht haben – dazu zählen auch Nebenjobs, Bundesfreiwilligendienst oder andere Praktika – solltest du diese unbedingt aufzählen. Auch hier solltest du genaue Zeitangaben machen sowie den Namen des jeweiligen Unternehmens nennen und auch deine Position erläutern. Damit der/die Personaler /-in schneller sieht, was du dort gemacht hast, kannst du in ein bis zwei Stichpunkten aufzählen, welche Aufgaben du vor Ort hast bzw. hattest.

Besondere Kenntnisse und relevante Hobbys

Unter dieser Kategorie kannst du alles aufzählen, was du für die jeweilige Stelle für relevant hältst. Darunter zählen zum Beispiel Fremdsprachenkenntnisse, EDV- bzw. IT-Kenntnisse oder auch, ob du einen Führerschein besitzt und wenn ja, welchen. Dadurch weiß die HR sofort, ob du zum Beispiel flexibel bist oder auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bist.

Oft will die HR aber auch etwas über dich und deine Persönlichkeit erfahren. Es kann sich also lohnen, auch relevante Hobbys und Interessen in den Lebenslauf aufzunehmen. Wichtig ist, dass deine Hobbys und Interessen auch irgendwie einen Bezug zum Praktikumsplatz haben. Wenn du dich zum Beispiel in einer Bücherei bewirbst und gerne liest, sollte das unbedingt in den Lebenslauf hinein. Auf Hobbys wie "Party machen" oder "Mit Freunden was trinken" solltest du unbedingt verzichten. Das  wirkt unprofessionell.

Sprachlevel im Lebenslauf Vorstellungsgespräch

Sprachlevel im Lebenslauf: Darauf solltest du achten

Du sitzt an deinem Lebenslauf und weißt nicht, wohin mit den Sprachkenntnissen? Und wie gibst du sie überhaupt an? Wie du Sprachlevel im Lebenslauf angibst, erfährst du hier.

Jetzt lesen

Das Ende des Lebenslaufs

Am Ende des Lebenslaufs steht der Ort und das Datum, an dem du deinen Lebenslauf verfasst oder aktualisiert hast. Wichtig ist, dass du kein altes Datum stehen lässt. Auch wenn du dich für eine Praktikumsstelle bewirbst, und sich dein Lebenslauf seit einem Jahr nicht verändert hat, solltest du trotzdem das aktuelle Datum verwenden. Außerdem sollte es mit dem Datum, welches du beim Anschreiben verwendest, übereinstimmen.

Zum Schluss setzt du noch deine Unterschrift auf den Lebenslauf. Wenn du deine Bewerbung per Post verschickst, unterschreibe persönlich. Wenn du Anschreiben und Lebenslauf digital verschickst, solltest du deine Unterschrift auf ein Blatt Papier setzen, dieses einscannen und dann in das Dokument einfügen. Viele Programme bieten allerdings auch Funktion an, mit denen du eine Unterschrift digital einfügen kannst – meistens in einer schnörkeligen Schriftart zum Beispiel.

Mehr zum Thema

Du willst noch mehr wissen? Dann findest du hier weitere Informationen zum Thema Lebenslauf und Bewerbung:

Junger Mann mit Tattoos schreibt einen CV.

Der CV erklärt: Lebenslauf für internationale Bewerbungen

Der CV ist die internationale Version des Lebenslaufs. Darauf kommt es bei Bewerbungen auf Englisch an.

Jetzt lesen
Junger Mann bewirbt sich aus dem WG-Zimmer online.

10 Tipps für deine Online-Bewerbung

Online bewerben ist Gang und Gebe. Auf einige Dinge solltest du dabei achten.

Jetzt lesen
Junge Frau erstellt Präsentation für Ihre Bewerbung

PowerPoint-Bewerbung: So fällst du positiv auf!

Um deine Bewerbung unter vielen anderen herausstechen zu lassen, kann dir eine Präsentation helfen.

Jetzt lesen
Profilbild von Elena  Weber

Bevor sie komplett in den Digitalbereich gewechselt ist, war Elena für die Printausgaben UNICUM, UNICUM ABI und den UNICUM ABI Zukunftsweiser verantwortlich. Sie ist ein großer Vintage-Fan und brennt für alles, was alt, von früher und ein bisschen düster ist. Sie interessiert sich für Geschichte, sammelt Hörspielkassetten und schwärmt für die Mode von 1850 bis 1950. Außerdem liebt sie das Schreiben, Musicals und Horrorfilme. Mit dem "Märchenpott" betreibt sie ihren eigenen Podcast. Und Karate kann sie auch.

Zum Profil

Artikel-Bewertung:

Anzahl Bewertungen: 0