Selbstbewusstsein im Berufsalltag: So meisterst du im Job jede Situation!

Im Beruf Selbstbewusstsein auszustrahlen ist nicht leicht, aber man kann es auch trainieren. | Foto: Daria Pimkina / Unsplash
Selbstbewusst auftreten im Berufsalltag: Nicht immer leicht
Wir alle haben gute und schlechte Tage. Mal sprühen wir vor Selbstbewusstsein und manchmal kommen wir uns eher vor wie jemand, der bloß vorgibt, alles im Griff zu haben. Wichtig ist aber, dass du nicht gleich aufgibst, wenn es mal schwierig wird, denn: Selbstbewusstsein kann man trainieren! Einige Situationen in denen Selbstbewusstsein im Berufsalltag gefragt ist und wie du damit am besten umgehst, findest du hier.
Selbstbewusstsein beim Vorstellungsgespräch: "Bin ich nervös!"
"Nervosität zuzugeben, macht einen Bewerber sympathisch", ist Bettina Stackelberg, Selbstbewusstseins-Coach für Hochschulabsolventen, überzeugt. "Doch machen Sie sich auch klar, dass Sie mit dem Personaler auf Augenhöhe sprechen. Sie sind kein Bittsteller, sondern jemand, der das Unternehmen mit seinem Wissen und seinen Fähigkeiten unterstützen kann."
Selbstbewusstsein zeigt sich auch darin, im Vorstellungsgespräch die richtigen Fragen zu stellen: "Erkundigen Sie sich nicht nur nach Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten, sondern fragen Sie den Personaler doch einfach mal, warum er selber gern im Unternehmen arbeitet oder wie sich das Leitbild des Unternehmens im Arbeitsalltag zeigt", so Stackelberg.
Selbstbewusstsein am ersten Arbeitstag: "Ich kenn doch niemanden..."
Fragen, fragen, fragen ist der beste Tipp für Berufseinsteiger. Auf diese Weise lernt man automatisch viele Leute kennen. "Außerdem finde ich es gut, sich bei allen Kollegen vorzustellen", meint die Expertin. Auch einen Einstand mit Umtrunk zu geben, kommt meist gut an. Allerdings muss man dafür den richtigen Zeitpunkt finden: Wenn die Abteilung gerade in Arbeit versinkt, sollte man als Neuling lieber erst einmal mit anpacken.
Selbstbewusstsein in Meetings: "Darf ich auch mal was sagen?"
Der beste Rat, um in Abteilungs- oder Projektmeetings positiv aufzufallen: "Beteiligen Sie sich an der Diskussion", so Bettina Stackelberg. "Kollegen und Vorgesetzte sollten sehen, dass Sie eine eigene Meinung haben." Sinnvoll ist es, vor dem Meeting zum Thema passende Studien oder Fachartikel herauszusuchen und sie ins Gespräch zu bringen. "Finden Sie auf jeden Fall heraus, wer 'der Rudelführer' in dem Meeting ist, und schauen Sie ihn bei Ihren Ausführungen an."
Selbstbewusstsein beim Präsentieren: "Vor so vielen soll ich reden?"
Eine gute Präsentation abzuliefern, kann man lernen. Je öfter man sich vor eine Gruppe stellt und redet, umso sicherer wird man. "Bereiten Sie sich gut vor, üben Sie die Präsentation und nehmen Sie sich vorher ein paar Minuten der Stille", rät Stackelberg.
Ihr Tipp: In der Präsentation nicht nur auf die Leistungen des Teams hinweisen, sondern auf jeden Fall seine eigenen Anteile am Ergebnis herausstellen. Und ganz wichtig: Feedback einholen. "Suchen Sie sich einen netten Kollegen, der Ihnen nach der Präsentation eine Rückmeldung gibt, was gut war und was Sie besser machen können."

Präsentationstechniken: Das solltest du beachten!
Jetzt lesenSelbstbewusstsein nach der Probezeit: "Wie war ich?"
Wenn die Probezeit vorbei ist, sollte man auf jeden Fall um ein Gespräch mit dem Vorgesetzten bitten. "Holen Sie sich ein Feedback ein – und schildern Sie auch selber, wie Ihnen die erste Zeit im Unternehmen gefallen hat", so Bettina Stackelberg. Wer mehr oder andere Aufgaben als bisher übernehmen will, sollte herausstellen, welche Vorteile seine Mitarbeit dem Unternehmen bringen kann.
Fünf typische Anfängerfehler
- Keine Fragen im Vorstellungsgespräch stellen.
Nutze stattdessen die Chance, aus erster Hand Informationen über das Unternehmen zu bekommen.
- Falsch gekleidet sein am ersten Arbeitstag.
Achte bereits beim Vorstellungsgespräch darauf, wie die Kollegen gekleidet sind. Wer sich dem Dresscode des Unternehmens anpasst und damit nicht unangenehm auffällt, wird direkt selbstsicherer.
- Glauben, dass sich ein Netzwerk schon selber ergeben wird.
Du musst schon selbst aktiv werden, um Kontakte zu knüpfen. Folge den Einladungen deiner Abteilung zum Feierabendbier und bleib offen für neue Bekanntschaften.
- Angst davor haben, bei Fragen als inkompetent zu erscheinen.
Die erste Zeit im Unternehmen ist dazu da, dass du dich einarbeitest. Du kannst schließlich nicht wissen, wie bestimmte Prozesse funktionieren. Fragen nimmt dir also keiner übel.
- Zu viel Respekt vor "hohen Tieren" zeigen.
Auch Führungskräfte sind nur Menschen. Sie helfen bei Fragen gerne weiter und schätzen Mitarbeiter, die ihre Meinung konstruktiv beisteuern.

Soft Skills: Mit diesen Fähigkeiten kannst du im Job punkten!
Jetzt lesenHier findest du weitere nützliche Infos zum Thema Soft Skills im Berufsalltag:

Soziale Kompetenzen: Das sind die wichtigsten Beispiele!
Jetzt lesen
Persönliche Kompetenzen: Das sind die 10 wichtigsten Fähigkeiten!
Jetzt lesen
Das sind die bestbezahlten Berufe 2025
Jetzt lesenArtikel-Bewertung:
Anzahl Bewertungen: 2